Stiftung Warentest interviewt Georg von Strünck

Verhaltenstipps
Georg von Strünck

Georg von Strünck, Hauptkommissar der Polizei Berlin, gibt in einem Interview mit der Stiftung Warentest Tipps zum Einbruchschutz. Sein Fachgebiet: technische Prävention. Er erklärt, dass die meisten Einbrüche tagsüber stattfinden, die dunkle Jahreszeit die gefährlichste ist, einbruchshemmende Maßnahmen Täter zum Aufgeben bewegen und gibt zahlreiche Verhaltensregeln.

Verhaltensregeln

Im Interview legt Hauptkommissar von Strünk großes Gewicht auf Verhaltensmaßregeln und Nachbarschaftshilfe. Was machen wir, wenn wir beim Nachbarn oder uns selbst Verdächtiges bemerken? Wie reagieren wir auf fremde Personen oder gar einen Einbrecher in der eigenen Wohnung? Sollen wir die Täter konfrontieren, ja vielleicht festhalten?

Verdächtige Geräusche

Hören wir verdächtige Geräusche beim Nachbarn – z.B. das Klirren von Glas -, so empfiehlt von Strünk nachzusehen, ob Fremde vielleicht „Schmiere“ stehen? Sein Rat: 110 anrufen und die Polizei verständigen.

Fremde Personen

Bemerken wir Fremde, so können wir diese ruhig höflich ansprechen („Kann ich Ihnen helfen?“) Jedoch sollte niemand „den Helden spielen und sich in Gefahr bringen.“ Im Verdachtsfall erneut sein Rat: 110 anrufen und die Polizei verständigen.

Einbrecher in der Wohnung

Ist der Einbrecher bereits in die Wohnung eingedrungen und wir hören ihn, so empfiehlt von Strünk: „Unbedingt Lärm machen!“ Da erfahrungsgemäß Einbrecher nicht erkannt werden wollen, ergreifen sie schnell die Flucht – geben Sie den Tätern Gelegenheit zur Flucht und vermeiden Sie jedwede Konfrontation. Einbrecher neigen zwar nicht zur Gewalt, wenn sie aber in die Enge gedrängt werden, kann das böse für Sie ausgehen. Verständigen Sie die Polizei!

Sicherungen nutzen!

Sicherungen können nur funktionieren, wenn diese auch tatsächlich genützt werden. Sie müssen auch und gerade beim kurzfristigen Verlassen die Haustür zweimal abschließen. „Nur dann greift der vorhandene Riegel tatsäch­lich sicher in das Schließ­blech. Auch Fenster im EG sollten immer auch bei kurzer Abwesenheit geschlossen werden.“ – so von Strünk. Bei abschließbaren Fenstergriffen weist er darauf hin, dass „die Bewohner die Schlüssel immer konsequent abziehen“ müssen.

Weitere Tipps und Infos

In dem Interview finden wir noch zahlreiche weitere Tipps zum Einbruchschutz – z.B. zum Sichern von Türen, Fenstern und Terrassentüren. Die Wohnungstür ist die „entscheidende Barriere“ gegen die Einbrecher und verdient besondere Aufmerksamkeit. Bei Ein- oder Zweifamilienhäuser müssen auch Balkon und Terrassentüren gesichert werden – gekippte Fenster sind eine besondere Herausforderung.

Gira Rauchwarnmelder – Hinweise

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Hinweise & Tipps

Der Einsatz von Rauchmeldern ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern erschließt sich leicht unter Verwendung des gesunden Menschenverstandes: 95% der Brandtoten sterben an Rauchvergiftung, 70% der Brände ereignen sich nachts. Das ist eine lohnenswerte Wiederholung. Hier einige Hinweise zur Verwendung von Rauchmeldern.

Sicherheitshinweise

  • Wenn Sie Ihre Rauchmelder mit Farbe überpinseln, kann das zu Funktionsstörung oder Ausfall des Gerätes führen!
  • Rauchmelder entdecken den Brand und warnen die Bewohner. Sie können nicht löschen. Wenn Sie selbst den Brand nicht löschen können, müssen Sie die Feuerwehr verständigen!
  • Akkus oder Netzteile zur Stromversorgung können zu Funktionsstörung oder Ausfall des Gerätes führen!
  • Wenn Sie die Funktion des Gira Rauchwarnmelders testen, halten Sie einen Abstand von mindestens 50 cm ein: die Lautstärke des Gerätes kann Ihr Gehör schädigen!
  • Sorgen Sie für eine genügende Anzahl von Rauchmeldern. Nur so ist ein optimaler Schutz möglich.
  • Alkohol- und Drogeneinfluss verhindern möglicherweise das Wecken durch den Signalton!

Richtiges Verhalten im Brandfall

  • Das erste Gebot – wie immer: Bewahren Sie Ruhe!
  • Falls möglich, finden Sie den Brandherd!
    • Falls Sie einen Löschversuch unternehmen, muss der sofort erfolgreich sein – z.B. das Löschen einer brennenden Pfanne mit einer Decke.
    • Gelingt der Löschversuch nicht, verlassen Sie sofort den Brandherd!
  • Verständigen Sie die Feuerwehr! Beantworten Sie klar und deutlich die gestellten Fragen:
    • Wo brennt es?
    • Was brennt?
    • Wie viele Verletzte?
    • Wer ruft an? (Name, Telefonnummer, Anschrift)
  • Retten Sie sich und Ihre Mitbewohner aus der Gefahrenzone!
    • Bei starker Rauchentwicklung halten Sie sich in Bodennähe auf!
    • Schützen Sie Mund und Nase mit einem feuchten Tuch!
    • Nehmen Sie nicht den Aufzug!
    • Begrenzen Sie die Ausbreitung von Feuer und Rauch: wenn möglich, schließen Sie Türen und Fenster im Brandraum!
    • Können Sie nicht fliehen, suchen Sie einen sicheren Raum auf und machen Sie sich am Fenster bemerkbar!
    • Verwenden Sie feuchte Tücher – z.B. Handtücher oder Laken. Dichten Sie die Türspalten ab, damit kein Rauch eindringt!

Montageorte

Tagsüber werden Brände meist leicht bemerkt – es ist die Nacht, die besondere Aufmerksamkeit verlangt. Montieren Sie Rauchmelder bevorzugt in Schlafräumen, so dass der Rauchmelder Sie im Brandfall wecken kann. Ein einziger Rauchmelder überwacht einen höchsten 60m² großen Raum, der nicht höher als 6m sein darf. Bringen Sie den Rauchmelder am besten in der Rauchmitte unter der Decke an. In Gebäuden mit mehreren Stockwerken sollte in jeder Etage mindestens ein Rauchmelder verwendet werden. Den optimalen Schutz erreichen Sie mit je einem Rauchmelder im Flur/Treppenhaus einer jeden Etage sowie einem Rauchmelder pro Schlaf-, Wohn- und Kellerraum.

ungeeignete Montageorte

Nicht jeder Ort ist für die Montage des Gira Rauchwarnmelder geeignet. Dort käme es zu häufigen Fehlalarmen und die Liste ist sinnfällig:

  • Wasserdampf, Staub und Rauch können auch unter „normalen“ Umständen entstehen. Solche Räume sind ungeeignet.
    • offene Kamine
    • Feuerstätten
  • In der Nähe von Belüftungsschächten kann der dort herrschende Luftstrom gegebenenfalls den Rauch vom Rauchwarnmelder fernhalten – nicht empfehlenswert!
  • Leuchtstoff- und Energiesparlampen bauen beim Einschalten elektrische Felder auf. Diese können Fehlalarme auslösen. Wahren Sie mindestens 50 cm Abstand!
  • Die Höhe des Raumes darf 6m nicht überschreiten!
  • Der Mindestabstand zur Dachspitze muss 30 cm betragen!
  • Die Temperatur darf im überwachten Raum nicht unter 4°C oder über 40°C liegen!

Gira Rauchwarnmelder Dual/VdS

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Rauchwarnmelder Dual/VdS

Wir wissen bereits: Rauchmelder retten Leben. 70% der Brände ereignen sich zwischen 23:00 und 7:00 – da schlafen die meisten von uns; insgesamt 95% der Brandopfer sterben infolge einer Rauchvergiftung. Diese Zahlen allein belegen in großer Deutlichkeit, warum Rauchmelder wie der Gira Rauchwarnmelder Dual / VdS gesetzlich vorgeschrieben sind: integriert in die EiMSIG Funk Alarmanlage entdecken sie den Rauch frühzeitig, wecken durch die laute Sirene auch Schlafende und ermöglichen so Flucht oder Gegenmaßnahmen.

Gira – Zwei Wege der Erkennung

Gira Rauchwarnmelder Dual / VdS kombiniert als einer der ersten Heimrauchmelder in unserem Land zwei Erkennungsverfahren und bietet so gleich doppelte Sicherheit.

Gira – Optische Erkennung

Noch bevor Gefahr für den Menschen entstehen kann, erkennt der Gira Rauchwarnmelder Dual / VdS kleinste Rauchpartikel. Er macht sich das sog. Streulichtverfahren zu Nutze. Ein Prüfstrahl wird so in eine optische Kammer geleitet, dass er bei klarer Luft, die praktisch kein Licht reflektiert, eine Fotodiode nicht erreichen kann. Befinden sich aber Rauchpartikel in der Luft, wird der Prüfstrahl entsprechend abgelenkt und beim Gira Rauchwarnmelder durch prozessorgesteuerte Signalauswertung Alarm ausgelöst.

Gira – Wärmeentwicklung

Da nicht alle Brandarten sofort zu starker Rauchentwicklung führen (Schwelbrand, Flüssigkeitsbrand), erkennen beim Gira Rauchwanrmelder Dual /VDS die zusätzlichen Wärmesensoren (Thermodifferentialsensor) eine Veränderung der Temperatur in ihrer Umgebung.

Intelligentes Überwachungsmodul

Sowohl die optischen wie auch die thermischen Sensoren senden permanent Daten an ein „intelligentes“ Überwachungsmodul. Dieses ist auch in der Lage, Rauchpartikel von einer lediglichen Verschmutzung der Luft zu unterscheiden.

Einsatzorte mit unvermeidbarer Rauchentwicklung

Die Wärmesensoren erlauben auch, den Gira Rauchwarnmelder Dual / VdS dort einzusetzen, wo es zu „unvermeidbarer Rauchentwicklung“ kommt: z.B. Bad oder Küche – hier handelt es sich natürlich dann um eine unvermeidbare Dampfentwicklung. Der  optische Sensor kann leicht für 15 Minuten abgeschaltet werden, während die Thermodifferentialsensoren (Wärmesensor) weiterhin zuverlässig die Brandentwicklung überwachen. Nach Ablauf der Viertelstunde schaltet sich die optische Raucherkennung wieder hinzu.

VdS-Gütesiegel

Der Gira Rauchwarnmelder Dual / VdS besitzt das VdS-Gütesiegel gemäß der DIN-Norm 14604. VdS-anerkannte Rauchwarnmelder haben schon vor der Produkteinführung im Test bewiesen, „dass sie sehr hohen Anforderungen hinsichtlich der Funktions- und Störsicherheit genügen und somit im Ernstfall auch ordnungsgemäß arbeiten“ (Quelle: VdS Schadenverhütung GmbH).

Einbruchschutz auf polizei-beratung.de

Einbruchschutz
www.polizei-beratung.de

Die Seite polizei-beratung.de befasst sich intensiv mit Vorschlägen zur Vorbeugung gegen Kriminalität und hält ausführliche Tipps zum Einbruchschutz bereit. Sie hält nicht nur Hintergrundinformation bereit, sondern zahlreiche „Regeln für ein sicheres Zuhause“. Darüber hinaus finden wir ein ganz ausführliches Medienangebot zum Thema, das für den privaten Download frei zur Verfügung steht.

Ungebetene Gäste

Ein immer noch verblüffender Fakt ist, dass wider Erwarten mindestens ein Drittel – wenn nicht sogar die Hälfte – aller Wohnungseinbrüche während des Tages begangen werden; das trifft in jedem Fall für Großstädte zu. Die Erklärung ist natürlich einfach: Einbrecher scheuen verständlicherweise die Entdeckung und bevorzugen die Abwesenheitszeiten der Bewohner. Während des Tages sind die meisten von uns auf der Arbeit, so dass die Wohnung leer ist. Diese Gefahrensituation verschlimmert sich übrigens noch in der dunklen Jahreszeit. Hier setzt die Dunkelheit vor der Heimkunft der Bewohner ein, so dass die Entdeckungsgefahr für Einsteiger weiter sinkt.

Einbruchschutz wirkt

Dass Einbruchschutz wirkt, zeigen die Zahlen. Negativ fallen der seit drei Jahren (Stand 2011) stetige Anstieg der Einbruchsdelikte sowie eine bedauerlich niedrige Aufklärungsquote von nur 16,2 Prozent auf – nicht einmal jeder sechste Einbrecher wird gefasst. Positiv aber schlägt zu Buche, dass die Anzahl der Einbruchsversuche um 40 Prozent zugenommen hat. Das ist ein starker Hinweis auf die Wirksamkeit von Sicherheitstechnik – denn nach fünf Minuten gibt der Einbrecher auf!(Downloadlink, Studie zur Wirksamkeit technischer Einbruchsprävention)

25 Regeln für ein sicheres Zuhause

Die 25 Regeln für ein sicheres Zuhause sollen uns helfen, den Bösewichten so ins Handwerk zu pfuschen, dass deren „Arbeit“ o.g. 5 Minuten übersteigt. Denn so steigt die Entdeckungsgefahr und der Einbrecher ergreift die Flucht. Diese Regeln umfassen auch sinnfällige Vorschläge „zum Nulltarif“ wie die Benutzung des Türspions, Wertsachen nicht sichtbar aufzubewahren und Schecks von den Scheckkarten getrennt aufzubewahren.

  • Fenster, Türen und Nebeneingänge sichern. Das Öffnen gut gesicherter Fenster etc. verursacht Lärm und erhöht die Entdeckungsgefahr
  • Eingangstür mit Zusatzschloss und Sperrbügel versehen
  • Rollos gegen Hochschieben sichern
  • Lichtschächte und Kellerfenster nicht vergessen
  • Seien Sie ein guter Nachbar und haben Sie auch ein Auge auf Verdächtige bei Ihrem Nachbarn.
  • Wertsachen nicht sichtbar herumliegen lassen
  • Wichtiges (Dokumente, Sammlungen, Gold, …) gehören in ein Schließfach
  • Wertgegenstandsliste anlegen

Außerdem gibt es genaue Anweisungen zum Sichern von Türen und Fenstern, die besondere Aufmerksamkeit verdienen, da sich die meisten Einbrecher über Balkontüren oder Fenster Zugang verschaffen. Übrigens: so sichern Sie sogar gekippte Fenster!

Kriminalprävention – polizei-beratung.de

polizei-beratung.de
„Die Kriminalpolizei rät“

Eine weitere ausgezeichnete Quelle für Informationen und Tipps zum Einbruchschutz (aber nicht nur) bildet das „Programm Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder(ProPK,  www.polizei-beratung.de). Die ProPK verfolgt seit vierzig Jahren das Ziel, „die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären.“ Die ersten Anfänge lagen aber in den 20er-Jahren in Berlin.

So fing es an

Zum Schutz gegen Einbruch und Diebstahl gab es bereits 1921 Beratungsstellen in Berlin. Zwar finden wir danach auch regionale bzw. kommunale Aktivitäten zur Verbrechensvorbeugung, doch griff die Idee einer „aufklärenden Vorbeugung“ tatsächlich erst 1964 im Bayrischen Landeskriminalamt. „Mit Plakaten, Faltblättern, Presseveröffentlichungen sowie Sendungen in Funk und Fernsehen wurden der Bevölkerung Tipps gegeben, wie sie sich vor Eigentumsdelikten und anderen Straftaten schützen kann.“ Die Idee war so erfolgreich, das Landeskriminalämter sowie das Bundeskriminalamt das sog. „Kriminalpolizeiliche Vorbeugungsprogramm (KPVP)“ ins Leben riefen (Vorgänger des ProKP), und bereits 1970 alle damaligen elf Bundesländer teilnahmen. Wie erfolgreich die Pressearbeit bei Funk und Fernsehen war, zeigt der bekannte Slogan: „Die Kriminalpolizei rät“.

Polizeiliche Kriminalprävention

Das ProKP zählt die Sicherheit zu den „essentiellen Grundbedürfnissen des Menschen“.  Die Kriminalprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und bedarf der Zusammenarbeit aller quer durch die Gesellschaft – nicht zuletzt der aktiven Teilnahme der Bevölkerung. Die Kriminalprävention trägt zur Verhütung von Kriminalität oder doch wenigstens zur Verminderung der Schäden und sonstiger Folgen bei, so dass „ein Klima von Selbstbewusstsein, Toleranz und Solidarität bei, aus dem heraus – auch im ökonomischen Sinne – Sicherheit erwachsen kann.“

Ziel der Kriminalprävention

Das Ziel der ProKP ist, die örtlichen Polizeistellen in deren Beratung zu unterstützen. Sie tut das, indem sie zielgruppenorientierte Medien zu einer effektiveren Beratung bereitstellt, die „Identifikation mit grundgesetzlich verankerten Werten“ fördert, und nicht zuletzt durch eine eigenständige bundesweite Medien- und Pressearbeit. „Diese bürger-, zielgruppen- und problemlösungsorientierte Kommunikation ist langfristig und dialogorientiert angelegt. Überdies birgt sie einen Dreifach-Vorteil in sich: mehr Effektivität, mehr Effizienz und höhere Chancen auf größere Akzeptanz innerhalb und außerhalb der Polizei.“