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Einbrecherbanden in Meckenheim

Meckenheim
Biotop für Einbrecher

Überdurchschnittlich groß ist in Meckenheim (bei Bonn) die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden. Die 25.000 Einwohner zählende Stadt verzeichnet mit 237 (2012) und 169 (2013) Einbrüchen mehr dieser Delikte als die Nachbargemeinden und belegt im Bundesschnitt einen der oberen Plätze. In Meckenheim wohnhafte Kriminelle konnten für 70 Einbrüche verantwortlich gemacht werden. Aber auch überregional, wohlorganisierte Einbrecherbanden machten sich die gute Meckenheimer Infrastruktur (zwei Autobahnen, Landstraßen) zu Nutze, so die Bonner Polizei.

Einbruchschutz ernst genommen

Ein Meckenheimer Unternehmer reagiert auf die Situation. Er trifft umfassende mechanische Maßnahmen zum Einbruchschutz und gibt € 10.000,-  aus – für speziellen Fensterschutz und Sicherheitsglas, das einer Tonne Druck widersteht. Die monatlichen Ausgaben von € 40,- für den Sicherheitsdienst scheinen da eher günstig.

Ein pensionierter Fallschirmspringer investiert € 6.000,- in den Einbruchschutz. Auch er verwandelt sein Heim in eine Festung. Die Eingangstür verfügt nun über ein 9-fache Verriegelung und Panzerglas.

Beide Meckenheimer Familien hatten sich sicher gefühlt, waren dann aber während eines Urlaubs Opfer eines Einbruchs mit erheblichem Sachschaden geworden. In beiden Familien leiden besonders die Frauen. Sie fühlen sich nicht mehr sicher im eigenen Heim. Geräusche schrecken sie und nur mit Bangen öffnen sie die Tür. Die Frau des Unternehmers übernachtet nicht mehr alleine im Haus, wenn er auf Geschäftsreise ist.

Die Männer scheinen eher unbeeindruckt, aber auch realistisch: Einen 100% Schutz gibt es nicht.

NRW günstig für Einbrecherbanden

Theo Kruse (innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion) bezeichnet NRW als Hochburg für Einbrecherbanden. Skandalös sei, dass von 100 Einbrüchen 86 unaufgeklärt blieben. Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland und bildet durch das ausgezeichnete Straßennetz eine Transitstrecke mit internationaler Anbindung. So werden international agierende Einbrecherbanden – mobile Intensivtäter – angelockt.

Eine Arbeitsgruppe der Polizei bemängelt fehlendes Informationsmanagement, mangelhafte Einbindung der Autobahnpolizei und Zuständigkeitsgrenzen. Dies erschwere Verfolgung und Aufklärung. Für „mobile Intensivtäter“ – die Einbrecherbanden – sind diese Bedingungen ideal.

Insgesamt kam es zu knapp 23.000 Einbruchsversuchen und gut 32.000 durchgeführten Einbrüchen mit einem Gesamtschaden von etwa € 166 Millionen.

Quelle:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article128124978/Ohne-Druck-schafft-man-ein-Biotop-fuer-Einbrecher.html

Über Zeljko Crepulja

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