Logo Facebook Logo Twitter Logo Xing Logo YouTube Logo VdS Logo RSS

Einbrecher, Weihnachten, Sylvester und das Internet

Einbrecher
nutzen das Internet

Es ist wohl wahr eine feierliche Zeit – das Jahresende mit Weihnachten und Sylvester: wir finden uns zusammen und teilen unsere Freude mit Familie, Freunden und Bekannten. Als moderne Bürger verfügen wir über Konten bei den sog. „Social Media“ und sind stolz darauf, unserem geneigten Publikum oft im Detail alle unsere Pläne darzulegen. Ein jeder möge wissen, wo wir sind und was wir tun – es weihnachtet sehr!

„Social Media“ „Blogosphäre“ und Homepages

Im 21. Jahrhundert gehört der eigene „Account“ – das Benutzerkonto – in einem oder mehreren „Social-Media“ Diensten  zum guten Ton – wie einst die Visitenkarte. Hier teilen wir mit unseren „Freunden“, was uns in unserem Leben erwähnenswert erscheint:

  • wer wir sind
  • wo wir sind
  • was wir tun
  • wer wo was wann tut

Mit Begeisterung und solider Naivität protokollieren wir – manche im Minutentakt – Ereignisse und Aktivitäten für unsere „Zielgruppe“: Familie, Freunde und „Freunde“ in Social Media.

Nicht wenige von uns verfügen gar über ein Blog oder gar eine eigene Homepage und hier muss in Deutschland ein Impressum mit genauen Kontaktinformationen vorhanden sein; Freiberufler und Selbständige müssen hier neben der e-Mail-Adresse auch die genaue Postanschrift veröffentlichen. Wer nun im „Home-Office“ arbeitet, verbreitet damit zugleich seine Privatanschrift.

Und wir vergessen: alle diese Informationen stehen nunmehr für alle lesbar im Netz – im Netz, das nie vergisst.

Datenschutz

Besonders hierzulande legen wir großen Wert auf Datenschutz und neigen zu heller Empörung, wenn wir erfahren, dass unsere Daten zu Werbezwecken schamlos verwendet werden – insbesondere dann, wenn diese Daten auf außereuropäischen Servern liegen und die Schlapphüte (d.h. Geheimdienste aller Nationen) sich diese Informationen zu Nutze machen.

Und dennoch stellen wir detaillierte Informationen über uns und unser Tun öffentlich ins Internet!

Einbrecher nutzen das Internet

Werbeindustrie und Schlapphüte sind für die allermeisten von uns lediglich lästige Datensammler. Die schwerwiegenden Folgen dieser Datensammelwut erschließen sich nur Lesern von George Orwells Roman „1984“.

Allerdings nutzen auch Einbrecher das Internet! Hier finden sie alles, was die schräge Zunft zur erfolgreichen Verrichtung ihrer „Arbeit“ benötigt:

  • Wer zu Weihnachten und Silvester nicht zu Hause ist.
  • Und natürlich auch, wo dieses Zuhause ist. Mit allen Kontaktinformationen. So lässt sich mit einem Telefonanruf leicht überprüfen, ob die Wohnung oder das Haus auch tatsächlich leer steht.

Wenn wir diese Informationen nun ins Netz stellen, sprechen wir eine klare Einladung an Einbrecher aus: hier kannst Du leicht und ungestört einbrechen.
Wollen Sie das wirklich?

Datensparsamkeit

  • Schützen Sie sich und Ihre Familie!
  • Verzichten Sie auf übergenaue Detailinformationen!
  • Teilen Sie nicht mit, wann Ihre Wohnung leersteht!
  • Verschicken Sie lieber Einladungen per e-Mail!
  • die altmodische Weihnachtskarte ist sowieso schöner und dem Fest angemessen!
  • Feiern Sie ein Fest der Freude und machen Sie nicht den Einbrechern das Fest zur Freude!
Über Zeljko Crepulja

Neueste Nachrichten

  • Aktuelles von Eintracht Frankfurt & Darmstadt 98
    Veröffentlicht am 6. Dezember 2016 um 11:21

    +++ Rüffel für Rebic, Lob für Barkok +++ Eintracht-Trainingslager auf der Kippe +++ Eintracht überzeugt mit Stadion-Konzept +++ Bruchhagen beim HSV gehandelt +++ Hübner freut sich bereits auf Topspiel +++ Kraaz lobt Zusammenarbeit mit Kovac +++ Kovac fordert Videobeweis +++ […]

  • Unnötige Anrufe bei der 110
    Veröffentlicht am 6. Dezember 2016 um 11:14

    Betrunken die 110 wählen und die Polizei um eine Heimfahrt bitten? Keine Seltenheit in hessischen Einsatzleitstellen. Doch die teils banalen, teils absurden Anfragen können schwerwiegende Folgen für Andere haben. […]

EiMSIG MENÜ