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Einbrecherbanden in Berlin

Einbrecherbanden
in Berlin

Die Berliner Zeitung berichtet über die Arbeit der Berliner Polizei. Einbrecherbanden üben dort ihr übles Handwerk organisiert und professionell aus. Gefährliche Einsätze in Mannschaftstärke, ausgestattet mit Schutzweste und natürlich einem Durchsuchungsbefehl gehören zum Alltag. Dieser Eifer hat betrübliche Gründe: 12.000 Einbrüche waren es im Jahr 2012 – Wohnungseinbrüche sind nun auf dem Radar der Polizei.

Wohnraumeinbruch in Berlin

Seit 2007 ist die Zahl der Einbrüche rasant angestiegen. Damals wurde die Reisefreiheit innerhalb der EU ausgedehnt. Reisende Täter – das ist die eine Tätergruppe – sind für 50% der Taten verantwortlich. Sie arbeiten hochprofessionell und wohl organisiert. Für ein paar Tage oder Wochen sind sie in Berlin. Dort haben sie Kontakte, die sie unterbringen und die die lohnendsten Einbruchsziele schon „ausbaldowert“ haben.

Einbrecherbanden suchen lohnende Ziele

Berlin ist ein lohnendes Ziel für Einbrecherbanden aus aller Welt. Es ist eine große Stadt und die Personalausstattung der Polizei entspricht nicht den Anforderungen. Und die Grenzen zu mehreren Staaten sind schnell erreicht. Deshalb lautet die Strategie: „die Kosten für die Einbrecher erhöhen“. Polizist Henniger: „Es muss stressig für die werden, bei uns. Nur dann lassen sie von uns ab und fahren lieber woanders hin.“

Die Strategie der Einbrecherbanden

In Berlin sind Einbrecherbanden häufig „Familienbetriebe“. Weibliche Familienangehörige im Alter von 14 bis 20 Jahren kommen nach Berlin. Dort gehen sie Straße nach Straße ab, manchen schaffen acht Einbrüche in einer Stunde. Die Werkzeuge: schlichte Schraubenzieher oder auch Plastikkarten. Damit können sie nicht abgeschlossene Türen problemlos öffnen. Die Beute besteht aus Bargeld oder Schmuck – „Kleinteilige Sachen, die sich am Körper verstecken lassen.“ (Henninger). Regelmäßig übergeben sie das Gestohlene an ihre Kontakte, die es dann versilbern. Der Polizei gelang es, die Diebinnen nach Polen zu verfolgen, festzunehmen und Beute zu beschlagnahmen. Das Resultat spricht für sich: vorerst meiden diese Banden Berlin. Vorerst.

Observation und Telefonüberwachung

Der Bezirk Berlin Mitte wies früher die höchste Anzahl an Wohnungseinbrüchen auf. Seit drei Jahren arbeitet man hier mit Observationsteams und Telefonüberwachung. Das Resultat: mehr Verhaftungen und weniger Einbrüche. Das Erfolgsmodell soll nun auf ganz Berlin ausgedehnt werden. Henninger: „Wir haben es mit qualifizierter Bandenkriminalität zu tun und müssen unsere Polizeiarbeit darauf einstellen.“

Über Zeljko Crepulja

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