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Einbruch auf neuem Höchstniveau

Einbruch
Kriminalstatistik 2013

Die Zahl der Einbruchsdelikte in Deutschland klettert auf einen neuen Höchstwert für die letzten 15 Jahre: 150.000 Einbrüche weist die heute von Bundesinnenminister Thomas de Maizière vorgestellte neue Kriminalstatistik auf.  Der Innenminister schlägt zusätzliche Polizeikontrollen vor: „Wir müssen die Zusammenarbeit von Bund und Ländern ganz anders als bisher aufstellen, um das Problem in den Griff zu bekommen.“+

Einbruch durch mobile Tätergruppen

Dirk Volkland, Leiter des Brandenburger Landeskriminalamtes, macht für die drastische Erhöhung der Einbruchszahlen vor allem mobile Täter verantwortlich. Diese seien mittlerweile in ganz Europa aktiv, nicht nur in Deutschland, und konzentriere sich überall in den Ballungsräumen.

Einbruch – niedrige Aufklärungsrate

Die Kriminalstatistik gibt die Aufklärungsrate (Einbruch) bundesweit mit 20% und für Brandenburg mit optimistischen 33% an. Daher sieht Dirk Volkland die Brandenburger „Sicherheitspartner“ positiv. Diese Mitbürger patrouillieren die Straßen und rufen die Polizei zu Hilfe, wenn sie auf Verdächtiges stoßen. Als „Bürgerwehr“ will er sie nicht gelten lassen: „Kriminalitätsbekämpfung betrifft ja alle und die Bürger da mit einzubeziehen halte ich für eine absolut sinnvolle Maßnahme. […] Wir sind immer wieder auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. […] Genau diesen Zweck erfüllen die Sicherheitspartnerschaften."

Deutsch-polnische Zusammenarbeit

Für die Bewohner des Gebietes nahe Oder und Neiße war die Sache klar: seit der Aufnahme Polens in den Schengen-Raum – hier verzichten die teilnehmenden Staaten auf innerstaatliche Grenzkontrollen – haben die Straftaten klar zugenommen:

  • mehr Autodiebstähle
  • mehr Autoeinbrüche
  • mehr Wohnungseinbrüche

Hier schlagen wohl organisierte Verbrecherbanden schnell zu und ziehen sich ebenso schnell wieder hinter die Grenze zurück – gestohlene Kraftfahrzeuge finden so ihren Weg bis nach Zentral Asien.
In einem im Mai geschlossenen und nur zur Ratifizierung anstehenden Vertrag verpflichten sich Polen und Deutschland nun zu besserer Zusammenarbeit. Vor allem sollen die jeweiligen Kompetenzen der Einsatzkräfte auf fremden Staatsgebiet ausgeweitet werden. So soll z.B. die sog. „Nacheile“ – also das  Verfolgen eines Straftäters – auch über die Landesgrenzen hinweg ermöglicht werden. Ebenso sollen in Zukunft die Polizeibeamten beider Staaten auch auf polnischem bzw. deutschem Staatsgebiet vorläufige Festnahmen vornehmen dürfen. Sie erhalten somit erstmals hoheitliche Befugnisse in beiden Staaten.

 

Quelle

http://www.tagesspiegel.de/politik/deutsch-polnische-kooperation-haltet-den-dieb-auch-jenseits-der-grenze/9900658.html
http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201406/04/206089.html

Über Zeljko Crepulja

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