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Einbruch – ein komplexes Delikt

Einbruchdiebstahl
ein komplexes Delikt

Ein Einbruch – im offiziellen Jargon Einbruchdiebstahl – ist in seiner Wirkung ein komplexes Delikt. Drei archaische Instinkte speisen unsere Angst vor Verbrechen – Liebhabern von Horrorfilmen sind sie wohlbekannt: Fremde, Dunkelheit und Nässe (Schmutz).

Fremde

unbekannte Personen nehmen wir als Bedrohung war; unsere ganze Zeitalter währende Organisation in kleinen Gruppen – Clans – bietet hier die Vorlage. Noch im 20. Jahrhundert wurden Völker der Steinzeitkultur entdeckt, die die Bezeichnung Mensch nur auf sich selbst anwendeten – nicht aber auf andere “Menschen”. Auch wir lassen heute für Menschen aus unserer „In-Group“ andere Regeln gelten als für Aussenseiter.

Dunkelheit

Sie stellte bis zur Beherrschung des Feuers ein lebensgefährliches Risiko dar – eine Legion nachtaktiver Räuber verbannte das junge Menschenvolk in kleinen Gruppen zur Übernachtung in die Bäume. Erst nach der Entdeckung des Feuers vor ca. 2 Millionen Jahren erhöhte sich nach und nach die Bewegungsfreiheit auch in die Nacht. Heute noch reagieren wir körperlich auf Dunkelheit: wir schalten z.B. die Fluchtbereitschaft an.

Nässe

Schauen Sie sich mal einen schwimmenden Schimpansen an. Da können Sie leicht erkennen, wie sich unsere Vorfahren im Wasser gefühlt haben. Kamen zur Nässe noch Kälte und Schmutz, konnten nur noch hochleistungsfähige Immunsysteme unsere Altvorderen schützen – die nächste medizinische Versorgung lag schließlich noch in weiter Zukunft.

Furchtelemente des Verbrechens

Von diesen drei sog. “Furchtelementen” des Verbrechens – Fremde, Dunkelheit, Nässe/Schmutz – finden wir die ersten beiden beim Einbruchdiebstahl wieder: fremde Personen dringen bei Dunkelheit in unsere Wohnung ein.

Opfer von Einbrüchen stehen deswegen nicht nur materiellen Verlusten gegenüber; diese sind oft zu verschmerzen. Die psychische Belastung durch den Einbruch zwingt die Opfer aus der Wohnung und aus der Realität in einen angstgeplagten Albtraum. Viele brauchen professionelle therapeutische Hilfe, um ihm zu entkommen.

Auch kann nicht trösten, dass lediglich mager 16% der Einbruchdiebstähle überhaupt aufgeklärt werden. Die Polizeiarbeit beschränkt sich auf sogenannte Beileidsbesuche. Sie sind natürliche eine formale Voraussetzung für Versicherungsleistungen.

Etwa jeder sechste Bürger fürchtet Opfer eines Einbruchs zu werden. Tatsächlich ist es aber nur jeder dreiunddreißigste.

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