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Einbruch: Folgen für die Opfer

Einbruch
die Folgen für die Opfer

Opfer eines Einbruchs beklagen im Schnitt einen Schaden von etwa €2.000. Allerdings wiegt die derbe Verletzung der intimsten Privatsphäre schwer: die psychische Belastung durch den Einbruch führt zu

  • bleibende Fassungslosigkeit über den Einbruch
  • Trauer um verlorengegangene Wertgegenstände
  • Trauer um verlorengegangen Erinnerungsstücke

Die größte Sorge aber ist, dass sich ein solcher Einbruch wiederholen könnte.

Einbruchsfolgen

Als im Wesentlichen besitzfreie Studentin hat sie nicht viel zu bieten. Glück im Unglück: die Wohnung ist nicht verwüstet. nur eine olle Stereoanlage fehlt. Allerdings steigt die psychische Belastung durch den Einbruch: „Ich bin dann immer mit Angst nach Hause gegangen, weil ich befürchtet hab, dass meine Wohnungstür wieder eingetreten ist. Man weißt ja nicht mehr, was einen erwartet. Ich hab dann immer zuerst vorsichtig gelauscht.“

Laute Geräusche und Mitmieter im Treppenhaus versetzen Sabine M. in Angst: „Davon bin ich sogar aufgewacht.“ Sie wechselt die Wohnung.

erneuter Einbruch

Drei Jahre später überrascht sie einen Einbrecher in ihrem Badezimmer: sie schreit laut vor Schreck und mit demselben kommen beide davon – sie und der Einbrecher. Hier ist der Vermieter einsichtig und stimmt grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen für die Erdgeschoßwohnung zu.

Nicht für alle geht es so glimpflich ab. Dieser gewalttätige Bruch der Intimsphäre, der Einbruch in die Privatsphäre führt viele Opfer in schwere Störungen:

  • Angst- und Panikattacken
  • Schlafstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Ohnmacht, Scham und Wut

Manche Opfer erleben die Situation so realistisch wieder und immer wieder, dass eine psychotherapeutische Behandlung notwendig wird.

Polizeiliche Untersuchung

Eine polizeiliche Untersuchung stellt klar:

nach einem Einbruch fühlen sich nur noch zwei Drittel der Bewohner sicher in ihren Wohnungen

  • 9 von 10 Opfern fürchten einen erneuten Einbruch
  • jedes zweiter Opfer fühlt sich nach einem Einbruch nicht mehr sicher in der eigenen Wohnung

Der Einbruch gehört zur der Art von Schäden, die wir nicht vollständig verhindern können. Aber wir können den Einbrechern das Leben schwer machen und die Folgen des Schadens so klein wie möglich halten.

Zu diesem Zweck hat das Deutsche Forum für Kriminalprävention eine wissenschaftliche Studie erstellen lassen. Diese liefert Empfehlungen, wie mit vorbeugenden technischen Maßnahmen, Wohnungen, Häuser und Geschäftsräume einbruchsicher werden.

Der Clou: hier äußern sich 27 „staatlich geprüfte Experten“: Einbrecher nämlich, die allesamt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt waren.

Die Studie empfiehlt zur Vorbeugung:

  • Sicherheitstechnik
  • Eigenverantwortliches Verhalten
  • Beachtung des sozialen Umfeldes

Diese Maßnahmen zeigen Wirkung. 40 von 100 Einbrüchen scheitern. Zwar kann Sicherheitstechnik den Einbruch nicht verhindern, aber sie verhindert „störungsfreies“ Arbeiten. Die Einbrecher, die nicht nach wenigen (3-5) Minuten in der Wohnung sind, geben meistens auf.

Über Zeljko Crepulja

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