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Einbruchsgefahr in Berlin

Einbruchsgefahr
in Berlin rückläufig

Die Hauptstadt Berlin ist ein attraktives Ziel für Einbrecher: große Stadt mit multikultureller Bevölkerung, schwer überschaubare Stadtviertel, gute Infrastruktur und Nähe zur Staatsgrenze ohne Ausweiskontrolle – mit einem guten Auto hat man Deutschland binnen einer Stunde verlassen. Eine schriftliche Anfrage der SPD-Fraktion beantwortete Innensenator Frank Henkel (CDU): obwohl für die gesamte Stadt die Einbruchszahlen rückläufig sind, ist die Zahl der Einbrüche in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau  gestiegen, während sie in Reinickendorf zwar in Summe gefallen ist, aber Einbrüche in Villen und Einfamilienhäuser haben hier zugenommen. In 2013 wurden mit 11.566 Einbrüchen 725 Einbrüche weniger registriert als 2012.

Einbruchsgefahr in Charlottenburg-Wilmersdorf am höchsten

Die höchste Einbruchsgefahr ergibt sich im gut-bürgerlichen Charlottenburg-Wilmersdorf mit einem hohen Anteil an Mietshäusern. Dann folgt Berlin-Mitte, obwohl die Zahl der Einbrüche von 1.695 auf 1.497 gefallen ist. Den stärksten Zuwachs an Einbrüchen verzeichnet Steglitz-Zehlendorf: mit 1.256 Einbrüchen waren das 295 mehr als im Vorjahr.

Gründe für den Rückgang

Als Gründe für den Rückgang führt Innensenator Frank Henkel (CDU) zusätzliche Ermittlergruppen sowie die kostenlose Beratung der Polizei zum Thema Einbruchschutz an. Auch Kerstin Philipp, Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin anerkennt grundsätzlich den Rückgang der Einbruchszahlen als Erfolg, befürchtet allerdings, dieser könne nur von kurzer Dauer sein: "Polizeikräfte werden gebündelt aus einem Bereich abgezogen, dann konzentriert für die Vermeidung und Aufklärung von Einbrüchen eingesetzt und so kann schließlich ein kurzer Erfolg aufgezeigt werden." Darin sieht sie eine „typische Handlungsweise“ des Berliner Senats und zieht einen treffenden Vergleich zu einer zu kleinen Decke: "Wohin ich die Decke auch ziehe, irgendwo fehlt immer ein Stück."

Maßnahmen gegen Einbruchgefahr

Zur dauerhaften Besserung will Kerstin Philipp mehr Polizistinnen und Polizisten auf den Straßen sehen, „um den Kontroll- und Überwachungsdruck deutlich zu erhöhen.“ Diese müsse auch in den Randgebieten der Stadt erfolgen, denn „jede Bürgerin und jeder Bürger dieser Stadt [hat] ein Recht auf Sicherheit und Schutz vor Kriminalität.“ Joschka Langenbrink (SPD) weist auf die Einbruchsgefahr durch organisierte Banden hin, „die eine Einbruchsschneise durch die Stadt schlagen.“

Quelle:

http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article128019455/Der-Atlas-der-Einbrueche.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kriminalitaet-in-berlin-wo-berlin-am-gefaehrlichsten-ist,10809148,16985306.html

http://www.welt.de/regionales/berlin/article108808425/In-diesen-Berliner-Bezirken-ist-es-gefaehrlich.html

Über Zeljko Crepulja

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