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Höchster Wert seit 15 Jahren: 152.000 Einbrüche im Jahr 2014

 

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Quelle: Kriminalstatistik 2014, Bundeskriminalamt

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland hat einen neuen Rekordwert erreicht. Rund 152.000 Einbrüche sind im vergangenen Jahr bundesweit begangen worden – das sind 1,8 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und die höchste Rate seit 15 Jahren. Das geht aus der neu veröffentlichten Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes hervor. Im Vergleich zum Jahr 2013, in dem die Anzahl der Wohnungseinbrüche gegenüber 2012 um 3,7 Prozent angestiegen sind, ist die aktuelle Zunahme der Einbrüche allerdings geringer. Die Aufklärungsrate liegt bei 15,9 Prozent (2013:15,5 Prozent).

Anteil geglückter Einbrüche sinkt

Eine gute Nachricht: In den letzten 15 Jahren ist der Anteil vollendeter Einbrüche stetig gesunken. Das lässt sich an den steigenden Versuchszahlen ablesen. Diese positive Entwicklung erklärt die Polizei mit ihren regelmäßigen Präventionsaktionen, mit denen sie die Bevölkerung sensibilisiert. Dazu gehört auch der Tag des Einbruchschutzes, der jährlich unter dem Motto „Eine Stunde für mehr Sicherheit“ am Tag der Zeitumstellung stattfindet. Hier organisiert die Polizei bundesweit Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Einbruchschutz. Zudem sind die steigenden Einbruchsversuche ein Zeichen dafür, dass sich die Bürger besser schützen und mehr in Sicherheitstechnik investieren. Seit 2014 besteht zudem die Möglichkeit der staatlichen Förderung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Einbau einbruchhemmender Produkte, wenn es im Zusammenhang mit barrierereduzierenden Maßnahmen oder energetischer Sanierung steht.

Einbruchszahlen 2014

Quelle: Kriminalstatistik 2014, Bundeskriminalamt

Kriminalitätsverteilung nach Bundesländern

Die meisten Wohnungseinbrüche (Fälle pro 100.000 Einwohnern) gab es im vergangenen Jahr in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin. In Bremen kamen auf 100.000 Einwohner 541 Wohnungseinbrüche. In Thüringen waren es im direkten Vergleich nur 45. Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und das Saarland haben im Bundesländervergleich die meisten Einbruchsfälle, bezogen auf 100.000 Einwohner.

Immense materielle und seelische Schäden durch Einbrüche

Die registrierten Fälle von Wohnungseinbrüchen verursachten 2014 einen Schaden von fast einer halben Milliarde Euro. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt an, dass die Hausratversicherer zusammen 490 Millionen Euro für die Schäden geleistet haben – rund 10 Millionen mehr als im Vorjahr.

Doch nicht nur der materielle Schaden ist immens. Einbruchsopfer leiden häufig unter Angstgefühlen, Machtlosigkeit, Schlafstörungen und Stress. Einer neuen Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen e.V. zufolge zieht ein Viertel aller Bewohner nach der Tat aus bzw. äußert den Wunsch, es zu tun. Jüngere Befragte sind eher bereit, umzuziehen, Personen, die im Eigentum wohnen, weniger. Diejenigen, die den Wunsch hatten, umzuziehen, dies aber aus irgendwelchen Gründen nicht möglich war, sind langfristig länger mit Angstgefühlen und Unsicherheit belastet als diejenigen, die umgezogen sind.

Einbrüche eher tagsüber und im Winter

Der Schwerpunkt der Taten liegt laut der Studie in den Herbst- und Wintermonaten, wobei die Taten eher tagsüber zwischen 10-18 Uhr als nachts verübt werden. Ziel der Einbrecher sind überdurchschnittlich oft Einfamilienhäuser und Erdgeschosswohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die Einbrüche erfolgen durch das Aufhebeln von Fenstern in Einfamilienhäusern und durch die Haustür in Mehrfamilienhäusern. Selten kommt es zu einem direkten Kontakt mit dem Täter, der darauf bedacht zu sein scheint, eine Begegnung zu vermeiden. Fast die Hälfte der Befragten, die Opfer eines Einbruchs geworden sind, beklagen aber eine starke Unordnung nach der Tat und ein belastendes Gefühl, weil ein fremder Täter die Privatsphäre verletzt hat.

Sicherung von Wohnungen verhindert Einbrüche

Die Kriminalstatistik besagt, dass immer mehr Einbrüche im Versuch stecken bleiben und führt das auf eine bessere Eigensicherung der Bewohner zurück.

Erfahren Sie mehr darüber, wie auch Sie Ihr Eigenheim sicher gestalten können und kontaktieren Sie uns unverbindlich.

Über Corinna Klee

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