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Künstliche DNA soll Einbrecher abschrecken

Potentielle Straftäter von Einbrüchen abschrecken und verloren geglaubtes Diebesgut wieder dem Eigentümer zuordnen – das ermöglicht der Einsatz künstlicher DNA (kDNA). Künstliche DNA ist eine Flüssigkeit, die unsichtbar ist und erst unter ultraviolettem Licht sichtbar wird. Bereits seit 2009 setzt der Stadtstaat Bremen – eine Hochburg der Einbrüche – kDNA ein, um Täter und Diebesgut aufzuspüren. Rund 7300 Haushalte benutzen die kDNA bereits zum Zwecke des Einbruchschutzes und zur Abschreckung der Täter.

Wie funktioniert kDNA?

Wertgegenstände wie beispielsweise Bilder und Schmuck können mit dem unsichtbaren, flüssigen Stoff individuell gekennzeichnet und im Falle eines Diebstahls und Wiederauftauchens dem Besitzer zugeordnet werden. Die künstliche DNA besteht, wie das menschliche Erbgut auch, aus den vier organischen Basen Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin. Die künstliche DNA wird in verschiedenen Varianten zusammengesetzt, sodass sich eine sehr große Vielfalt ergibt. Sie ist, wie die menschliche DNA, ein einzigartiger und unverwechselbarer Merkmalsträger. Mit einem Stäbchen wird sie an den zu kennzeichnenden Gegenständen aufgetragen. Die nagellackähnliche Tinktur wird beim Trocknen durchsichtig und haftet dauerhaft an den Gegenständen. Sechs Wochen bleibt sie aber auf der Haut – und kann mögliche Diebe so überführen.

Verringert kDNA die Einbruchszahlen?

In Großbritannien und den Niederlanden ist die Substanz schon viele Jahre im Einsatz – dadurch sollen sich die Einbrüche verringert haben. Bremen bleibt in der Kriminalstatistik 2014 jedoch unter den Stadtstaaten trauriger Spitzenreiter in Sachen Einbrüche. Die Bremer Polizei hält aber an der künstlichen DNA fest. Befragungen von Straftätern hätten ergeben, dass die Verwendung künstlicher Markierung zunehmend eine abschreckende Wirkung hat. Die Polizei ermuntert die Bremer Bevölkerung, sich an diesem Verfahren weiter zu beteiligen.

Anwohner organisieren sich in Initiativen

Positive Erfahrungen wurden von der Bremer Polizei mit Anwohnerinitiativen gemacht. In diesen Initiativen organisieren sich die Bewohner kleinräumiger und zusammenhängender Wohnbereiche. Mindestens zehn Anwohner müssen entsprechende Markierungssets erworben haben. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Straßenschilder aufzustellen, die auf den Einsatz von kDNA hinweisen und damit mögliche Einbrecher abschrecken. Das Set mit der DNA ist im Internet erhältlich. Über die Herstellerseite kann man sich entsprechend registrieren. Auf diese Datenbank hat die Polizei Zugriff und kann so Wertgegenstände zweifelsfrei identifizieren und zurückverfolgen. Weitere Infos gibt es bei der Bremer Polizei.

Aufmerksame Nachbarn: Keine Chance für Diebe

Nichts hilft besser gegen Einbrecher, als eine funktionierende und aufmerksame Nachbarschaft. Denn die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Deswegen: Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn, veranstalten sie Treffen. Betreuen Sie gegenseitig Häuser oder Wohnungen, wenn sie nicht da sind. Rufen Sie die Polizei an, wenn Ihnen jemand merkwürdig vorkommt. Sichern Sie Ihr Haus zusätzlich mit Alarmsystemen. Wir helfen Ihnen gerne.

Über Corinna Klee

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