Perfekter Einbruchschutz?

Perfekter Einbruchschutz?
Schaden mindern

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist erneut gestiegen – so berichtet DIE WELT am 10. April des Jahres. Ihren eigenen Recherchen zufolge sind Wohnungseinbrüche im Vergleich zu 2012 um 4,6% angestiegen – für Baden-Württemberg und Thüringen ermittelt sie gar zweistellige Zuwächse, nur für Berlin und Sachsen leichte Rückgänge. Die Autoren Michael Fabricius und Harald Czycholl bestätigen den Tätern eine bessere Organisation, gezielteres Vorgehen und erhebliche Dreistigkeit – manche Bewohner seien gar beim Mittagsschlaf überrascht worden. Die renommierte Tageszeitung beklagt die miserable Aufklärungsquote („zwischen zehn und 20 Prozent“) und kommt zu dem Schluss, dass ein perfekter Einbruchschutz nicht möglich sei.

Autos vermehrt betroffen

In diese Statistik fließen auch die Zahlen der Einbrüche in ein Auto ein. Die Polizei unterscheidet zwischen

  • Diebstahl „am“ Fahrzeug:
    so werden z.B. Nummernschilder entwendet
  • Diebstahl „aus“ dem Fahrzeug:
    hier ist werden  in der Mehrzahl Navigationsgeräte entwendet

Einbrecher verwenden Störsender

Die Einbrecher bedienen sich sog. „Jammer“ (Störsender). Damit blockieren sie das Signal des Funk-Schlüssels – das Fahrzeug bleibt also unverschlossen. Anschließend – wenn die Luft rein ist – stehlen sie ungestört Geräte und Wertsachen. Es ist also ratsam zu überprüfen, ob Türen auch wirklich abgeschlossen wurden.

Gut organisierte Banden

Für den Anstieg der Einbruchszahlen macht die Polizei gut organisierte Banden „aus dem osteuropäischen Raum und der Türkei“ verantwortlich. In Nordrhein-Westfalen betrage der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger 38,4 Prozent.

Perfekter Einbruchschutz unmöglich

Ein perfekter Einbruchschutz ist unmöglich – jedenfalls ist er für Normalbürger zu vertretbaren Kosten nicht zu realisieren. Die Landeskriminalämter fordern entsprechend zu mehr Vorsicht auf. Grundsätzlich sollte jeder seinen Versicherungsschutz überprüfen, denn kann man den Schaden schon nicht verhindern, so kann man doch wenigstens sein Folgen mindern.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung leistet hier die gewünschte Schadensminderung. Um sie in Anspruch zu nehmen, bedarf es einiger Voraussetzungen, so z.B.:

  • Nachweis der Tat
  • sofortige Benachrichtigung der Polizei
  • unveränderter Tatort
  • „Stehlgutliste“ für den Versicherer
  • Kaufbelege

Auch gelten für Wertsachen oder Bargeld Obergrenzen für die Entschädigung. Überprüfen Sie auch, ob Ihre aktuelle Hausratversicherung noch dem Wert Ihres Hausrats entspricht – sonst kommt es zur sog. „Unterversicherung“: der Wert Ihres Hausrates ist höher als die vereinbarte Versicherungssumme. Dann zahlt die Versicherung nur anteilig!

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