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Steigende Einbruchszahlen: Polizei-Software soll Taten vorhersagen, privater Einbruchutz ist wichtiger denn je

Einbrüche vorhersehen und verhindern – per Knopfdruck: in naher Zukunft könnte das dank moderner Software möglich sein. Mehrere Bundesländer haben in den vergangenen Monaten entsprechende Programme getestet. Als erstes Land setzt Bayern nun in einer sechsmonatigen Testphase so eine Software ein. Wird das die zunehmenden Fälle von Einbrüchen senken?

In München und Nürnberg setzt die bayrische Polizei seit einigen Monaten ein Software-System ein, das die Wahrscheinlichkeit von Einbrüchen an bestimmten Orten berechnen soll. Während Datenschützer alarmiert sind, verhoffen sich die Beamten davon mehr Schutz der Bürger und eine Stütze bei der Polizeiarbeit. Denn von den rund 150 000 Einbrüchen pro Jahr werden nur 15,5 Prozent aufgeklärt. Bei weniger als jedem sechsten Einbruch bzw. Einbruchsversuch werden die Täter gefasst. Fast jedes Mittel scheint den Ermittlern recht zu sein, um Einbrüche zu verhindern, bevor sie geschehen.

Nur bestimmte Einbrüche können vorhergesagt werden

Das Programm “Precobs” erkennt Muster, die sich bei bestimmten Einbrüchen wiederholen. In gewissen Regionen häufen sich zum Beispiel Fälle von Einbruchsdiebstahl, bei denen zwei Einbrüche in einem Radius von 300 bis 500 Metern innerhalb von sieben Tagen begangen werden. Professionelle Einbrecher gehen bei ihren Taten immer wieder gleich vor. Den Tätern geht es darum, sich möglichst schnell Zutritt zur Wohnung oder zum Geschäft zu verschaffen und genau so schnell wieder zu flüchten. Dabei klauen die Täter meist Schmuck und vor allem Bargeld, das nicht erst bei Hehlern umgetauscht werden muss.

Die Software baut auch auf dem Grundsatz auf, dass Täter immer wieder an ihre Tatorte zurückkehren, bei denen ein Einbruch erfolgreich war. Profis wägen Risiken und Nutzen ab – genau diese Tatsache macht sich die Software zunutze. Aber nur solche Einbrüche können mit Hilfe des Programms vorhergesagt werden. Die vielen Gelegenheitstaten zum Beispiel fallen durch das Raster der Statistik-Software.

Polizei baut auf Abschreckung

Löst das Programm der Polizei Alarm aus, prüft ein Beamter die Warnung und entscheidet, ob mehr Streifenwagen in diese Gegend geschickt werden sollen. Auch mit mehr Zivilbeamten kann die Polizei reagieren, um das erhöhte Risiko eines bevorstehenden Einbruchs in der eingegrenzten Gegend zu reduzieren.

Polizei kann keinen privaten Einbruchschutz ersetzen

Auch, wenn solche Fortschritte durch moderne Technologien neue Hoffnungen wecken, die wachsende Zahl an Einbrüchen zu senken: nur in Kombination mit privater Vorsorge des Eigentümers kann Polizeiarbeit einen vollständigen Schutz vor Einbrüchen leisten. Wenn zum Beispiel frühzeitig Alarm ausgelöst wird, weil das Haus durch eine Alarmanlage mit Fenster-Sensoren geschützt ist, kann der Einbruch verhindert werden, bevor überhaupt ein Schaden entsteht. Solche vereitelten Einbruchsversuche können dann der Polizei wiederum wichtige Daten und Hinweise über die Wahrscheinlichkeit weiterer drohender Einbrüche in der Umgebung liefern.

Über Zeljko Crepulja

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