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Schockerlebnis Einbruch – Wie verhalte ich mich richtig?

Man kommt nach HaEimsig14-289use, die Tür ist aufgebrochen, das Haus durchwühlt, Wertgegenstände sind geklaut. Erst kommt der große Schock und dann die Klarheit: Mein Haus war schlecht gesichert, ich bin das Opfer eines Einbruchs geworden. Zukünftig will man sich Gedanken über eine verlässliche Hausabsicherung machen – klar. Aber wie geht man jetzt vor, direkt nach einem Einbruch? Das wissen nur die Wenigsten. Anwalt Christopher Posch hat Antworten darauf.

Was macht man, wenn man den Einbruch bemerkt, als erstes?

Posch: Wenn Sie einen Einbruch bemerken, sollten Sie umgehend die Polizei verständigen und bestenfalls draußen warten. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen könnte der Täter noch im Haus sein. Dann sollten Sie nicht den Helden spielen, sondern jede Konfrontation vermeiden. Denn Einbrecher wollen nicht entdeckt werden – das kann schlimme Folgen haben. Zum anderen verwischen Sie möglicherweise wichtige Spuren und Fingerabdrücke. Deswegen gilt: Sollte man den Tatort betreten, darf man auf gar keinen Fall etwas anfassen. Aber besser: Draußen warten.

Was muss ich der Versicherung melden?

Posch: Die für Einbrüche zuständige Versicherung ist die Hausrat. Sie müssen sich zunächst einen Überblick verschaffen: Was ist alles weg, was ist alles kaputt? Dann erstellen Sie eine Liste mit allen Gegenständen, die dann Ihre Versicherung und die Polizei bekommt. Manchmal wollen die Versicherungen Nachweise dafür, dass bestimmte Gegenstände wirklich in Ihrer Wohnung existiert haben. Das können Sie mit Quittungen belegen, aber auch mit Fotos der Wohnung, auf denen die Gegenstände abgebildet sind. Auch eine eidesstattliche Versicherung von Personen, die die Wohnung kennen, ist möglich.
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Wie sollte ich meinen Hausrat versichern?

Posch: Die Versicherungssumme sollte dem Wert des Hausrates entsprechen. Weil natürlich niemand Lust hat, alle Möbel, Geräte und Wertgegenstände zu schätzen und zu addieren, bieten Versicherungen Pauschalangebote mit einer gewissen Summe pro Quadratmeter Wohnfläche. Im Schnitt veranschlagt man 650 Euro pro Quadratmeter, sodass man bei einer 100 m² Wohnung im Schadensfall 65.000 Euro bekommt. Damit ist man – mit durchschnittlichen Möbeln und Gegenständen – gut versichert.

Viele Menschen sind allerdings unterversichert. Sie haben eine geringe Versicherungssumme abgeschlossen. Das passiert häufig, wenn man zunächst keine teuren Möbel oder wertvollen Wertgegenstände hatte, z.B. im Studium, sich dann aber doch etwas Kostspieliges leistet, die Versicherungssumme aber nicht entsprechend erhöht. Im Schadensfall wird dann trotzdem nur die geringe Versicherungssumme ausgezahlt. Achtung also bei besonders teurer Einrichtung! Sehr wertvolle Gegenstände sollte man im Safe lassen, hochwertige Gemälde extra versichern.

Übernimmt die Hausrat auch kaputte Gegenstände?

Posch: In manchen Hausratversicherungen ist eine Vandalismus-Versicherung inkludiert oder man kann sie zusätzlich abschließen. Sie reguliert die Schäden aber nur dann, wenn der Einbrecher in der Wohnung randaliert, z.B. aus Wut darüber, keine brauchbaren Wertgegenstände gefunden zu haben. Dann ist der Einbruch in die versicherten Räumlichkeiten nämlich bereits erfolgt. Ein eingeschlagenes Fenster oder andere Schäden, die nicht in Verbindung mit einem Einbruch stehen, sondern mit reiner Zerstörungswut, würde die Versicherung nicht übernehmen. Damit ein Vandalismusschaden in der Hausratversicherung abgedeckt ist, müssen die Merkmale für einen Einbruch vorliegen!

Wann zahlt die Hausrat nicht?

Posch: Die Hausratversicherung zahlt dann, wenn ein Einbruchdiebstahl vorliegt, und zwar nur dann, und nicht für einen „gewöhnlichen“ Diebstahl. Wenn es also keine Einbruchspuren gibt, kann man den Einbruch schwer beweisen. Ist der Einbrecher mit dem Schlüssel in die Wohnung gekommen, weil der zufällig unter der Fußmatte „versteckt“ war, oder im Erdgeschoss durch das gekippte Fenster eingestiegen, gilt das als grob fahrlässig. Kommt der Einbrecher jedoch durch das gekippte Fenster in oberen Stockwerken, gilt das nicht mehr als grob fahrlässig – es sei denn, es gibt ein Gerüst oder andere Klettermöglichkeiten am Haus. Versicherte müssen alle Umstände vermeiden, die das Risiko des Einbruchs erhöhen. Die gute Nachricht: Gegen einen Aufpreis kann man die grobe Fahrlässigkeit auch mitversichern.

Über Corinna Klee

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