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Stiftung Warentest – eine deutsche Verbraucherorganisation

Stiftung Warentest
www.test.de

Wir alle kennen die Stiftung Warentest (www.test.de). Als deutsche Verbraucherorganisation führt sie seit 1964 unabhängige Tests von Waren und Dienstleistungen durch. Ihr Gütesiegel ist heißbegehrt – insofern es gut ausfällt – und für viele Verbraucher ein entscheidender Faktor beim Kauf von Produkten. Das erste Testheft erschien 1966. (Lesen Sie auch: Stiftung Warentest zum Einbruchschutz)

Ziele und Wirkung der Stiftung Warentest

Die Wirkung der Stiftung Warentest erstreckt sich im Wesentlichen auf zwei Gebiete: der Anspruch objektiver Überprüfung und vergleichbarer Tests führt infolge ihrer hohen Reputation und Glaubwürdigkeit bei positivem Urteil zu starken Verkaufssteigerung getesteter Produkte und Dienstleistungen. Negative Urteile hingegen haben häufig einen Einbruch des Verkaufs und gelegentlich rechtliche Maßnahmen betroffener Unternehmen gegen die Stiftung Warentest zur Folge.

Das zweite Wirkungsgebiet ist Verbreitung von Informationen, Tipps und Ratschlägen zum sparsamen Haushalten und zum Führen eines gesundheitlich verantwortungsvollen und umweltbewussten Lebensstils.

Anfänge der Stiftung Warentest

Bereits von Konrad Adenauer angekündigt wurde die Stiftung Warentest unter Ludwig Erhardt als selbständige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Ihre Aufgabe: Vergleich und Bewertung von Produkten anhand objektivierbarer Merkmale sowie Verbraucherinformationen zu wirtschaftlicher Haushaltsführung und gesundheits- wie umweltbewusstem Verhalten. Um ihre Unabhängigkeit zu garantieren, wird die Stiftung Warentest seit ihrer Gründung mit Steuergeldern gefördert.

Das erste test-Heft (210.000 Exemplare) veröffentlichte die Stiftung Warentest 1966; 1968 veröffentlichte die Stiftung zum ersten Mal Qualitätsurteile von „sehr gut“ bis „nicht zufriedenstellend“. Seit 1999 werden „Noten“ entsprechend dem deutschen Schulnotensystem vergeben, also „sehr gut“ bis „mangelhaft“. Ebenso wird eine entsprechende komma-genau Note in Ziffern (z.B. „1,6“ ~ „gut“) vergeben. Nach einem starken Rückgang der Verkaufszahlen in 1967 wurde der Verkauf eingestellt, und die Zeitschrift nur noch über Abonnement vertrieben. Durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit – Testergebnisse und Kurzberichte dürfen kostenlos veröffentlicht werden – kehrt das test-Heft wieder in den Handel zurück.

Vorgehensweise bei Tests

Die Stiftung Warentest führt die Untersuchungen von Waren und Dienstleistungen nicht selbst durch. Geplante Tests werden gemäß der Satzung vom Kuratorium und Vertretern von Verbrauchern, Wirtschaft und neutralen Experten beraten und anschließend an internationale, neutrale Institute vergeben. Die Ergebnisse dieser Tests werden anschließend intern überprüft und ausgewertet, den entsprechenden Anbietern vorab zur Überprüfung und Stellungnahme zur Verfügung gestellt und anschließend von Redakteuren journalistisch aufgearbeitet, so dass die Leser die gewonnenen Ergebnisse leicht aufnehmen und verstehen können. Dieser journalistische Prozess wird von „Verifizieren“ überwacht, um eine Übereinstimmung von Testresultaten und Testbericht gewährleistet ist. Die für die Tests notwendigen Produkte werden nicht von den Herstellern bereitgestellt, sondern anonym im Handel erworben.

Finanzierung der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest finanziert sich weitgehend selbst durch den Verkauf der eigenen Zeitschriften „test“ und  „Finanztest“ sowie eigener Bücher und Spezialausgaben. Zusätzlich stellt sie auf der eigenen Internetpräsenz www.test.de ausführliche Testberichte für einen Beitrag zwischen € 0,75 und € 5,- zum Download bereit. Vom Ministerium für Verbraucherschutz wird sie mit € 3,5 Million jährlich unterstützt. Dies ermöglicht der Stiftung, ihre Publikationen ohne jedwede Werbung zu veröffentlichen und ihre Unabhängigkeit zu wahren.

Die Stiftung Warentest verlangt seit 2013 für die Nutzung des test-Logos mit Urteil erhebliche Gebühren (siehe: http://www.ral-logolizenz.com/vertragsbedingungen.html). Dies führt nach Ansicht von Kritikern zu einer Wettbewerbsverzerrung, da kleinere Unternehmen Jahresgebühren von € 7.000 aufwärts nicht aufbringen können und somit die extrem kauffördernde Wirkung eines berechtigten positiven Urteils der Stiftung Warentest nicht nutzen können.
Die Erträge werden für 2012 mit € 45,1 Millionen angegeben.

Quellen:

Über Zeljko Crepulja

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