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Studie: Einbrüche traumatisierend für Opfer

Haus- und Wohnungseinbrüche nehmen mehr und mehr zu, während die Aufklärungsquote gering bleibt. Blickt man auf die deutschlandweiten Einbruchs- und Aufklärungszahlen, so ergeben sich zudem sehr starke regionale Unterschiede. Insgesamt mangelt es an empirischen Studien, die ein verlässliches Bild darüber geben könnten, wer die Täter sind, wie sie vorgehen und wie es den Opfern eines Einbruchs geht.

Einbruchsopfer stehen im Studienfokus

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat es sich deswegen zur Aufgabe gemacht, ein Forschungsprojekt zum Thema Wohnungseinbruch zu starten. Im Fokus stehen bei dieser Studie Einbruchsopfer aus Berlin, Bremerhaven, Hannover, München und Stuttgart, die im Laufe eines Jahres im Rahmen einer Stichprobe postalisch befragt werden. Noch läuft die Studie, doch es gibt bereits erste Ergebnisse, die helfen, das Thema Einbruch besser zu erfassen.

Einbrüche hauptsächlich tagsüber im Erdgeschoss

Im Herbst und Winter wird häufiger eingebrochen, als im Frühjahr oder Sommer, so ein Ergebnis der Studie. Die meisten Einbrüche werden tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr begangen. Besonders betroffen sind Einfamilienhäuser sowie Erdgeschosswohnungen in Mehrfamilienhäusern. Das Einbruchsrisiko ist hier überdurchschnittlich hoch. Während die Täter in den Einfamilienhäusern hauptsächlich durch Fenster oder Fenstertüren gelangen, sind in Mehrfamilienhäusern die Wohnungstüren der wunde Punkt.

Einbrecher zerstören Privatsphäre

Eimsig_Einbruchschutz_Wohnung durchwuehlt nach EinbruchNeben dem materiellen Schaden, der durch einen Einbruch entsteht, spielen psychische Probleme der Betroffenen eine große Rolle. Das Gefühl, dass jemand in die Privatsphäre eingedrungen ist und die eigenen Sachen durchwühlt hat, lässt ein Gefühl der Angst, Hilflosigkeit und Ohnmacht zurück. Die Studie verdeutlicht, dass Einbrüche für die Betroffenen durchaus ein traumatisierendes Erlebnis sein können und mitunter dazu führen, dass man sich in der gewohnten und vertrauten Umgebung unsicher fühlt. Knapp 47 Prozent der Betroffenen haben dieses Gefühl auch noch ein Jahr nach der Tat. Zwei Drittel aller Einbruchsopfer lässt nach der Tat neue Sicherheitstechniken wie Videoüberwachung, Alarmanlagen, Bewegungsmelder oder Vergitterungen anbringen. Rund 500 Euro geben sie im Schnitt für diese Anschaffungen aus. Ein Viertel der befragten Betroffenen zieht nach dem Einbruch aus, weitere 15 Prozent äußern den Wunsch, dies zu tun. Jüngere Betroffene neigen mehr zum Umzug, als ältere. Mieter ziehen schneller aus, als Eigentümer.

Täter meiden Begegnung

Einbrecher kommen am Liebsten dann, wenn niemand zuhause ist und sind darauf bedacht, den Kontakt mit Bewohnern zu vermeiden. Nur in seltenen Fällen kam es zu einer direkten Begegnung mit dem Einbrecher.

Gutes Zeugnis für die PolizeiPolice officer preserving evidence after burglary

Fast alle befragten Betroffenen bewerten die Arbeit der Polizei im Hinblick auf Hilfs- und Gesprächsbereitschaft sowie Freundlichkeit als gut. Knapp 60 Prozent waren zufrieden mit Zeugenbefragung und Spurensuche. Die Zufriedenheit mit der Polizei ist insgesamt höher bewertet, wenn die Polizei schnell vor Ort war, länger geblieben ist bzw. häufiger wiederkam. Über 90 Prozent der Befragten erstatten eine Anzeige, weil sie den Täter bestraft sehen wollen. Doch in gerade einmal sieben Prozent aller Fälle wurde  überhaupt der Täter gefunden.

Versicherte mit Regulierung einverstanden

Mit der Regulierung durch die Hausratversicherung waren knapp 90 Prozent aller Einbruchsopfer zufrieden – auch wenn der entstandene Schaden häufig nicht vollständig reguliert wurde. Die trotzdem gute Bewertung rührt daher, dass die Betroffenen sich selbst als verantwortlich für die nicht vollständige Regulierung ansahen, weil sie keine Wertgegenstandsliste oder Nachweise vorlegen konnten bzw. die Versicherungssumme zu gering abgeschlossen hatten.

Das Projekt des Kriminologischen Forschungsinstituts läuft noch bis 2016 weiter. Hier können Sie sich bei Interesse die Studie herunterladen.

Beugen Sie vor und sichern Sie Ihr Haus vor Einbrechern. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Über Corinna Klee

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