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Einbruchschutz – nicht bei mir.de

Einbruchschutz
Nicht bei mir

Im abschließenden Teil unserer Reihe über die Initiative zum aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir“ geben wir einige wichtige Hinweise weiter. So können Sie Ihr spielerisches Wissen vertiefen. Bei der Umsetzung Ihrer Sicherheitsmaßnahmen beraten wir Sie gerne – fordern Sie unverbindlich und kostenlos ein Angebot an!

Anwesenheitsschutz

Der Anwesenheitsschutz ist nicht minder notwendig als der Einbruchschutz. Türspion, Sperrbügel und Gegensprechanlage ermöglichen eine effektive Zutrittskontrolle. Damit halten Sie nicht nur Kriminelle fern, sondern natürlich auch Klinkenputzer und Handelsvertreter.

Bedenken Sie: Einbrecher überprüfen zunächst, ob Sie zuhause sind. Also antworten Sie auf jedes Klingeln, aber öffnen Sie die Tür nicht unkontrolliert.

Vorbeugende Maßnahmen

Entfernen Sie die Steighilfen (Balkon- oder Gartenmöbel, Leitern, Fahrräder etc.) und verwahren Sie diese in einem gesicherten Raum (Keller, Garage, Gartenhaus).

Mechanischer Einbruchschutz

Im „Interaktiven Haus“ und im „Sicherheitsspiel“ haben Sie bereits einiges darüber erfahren. Schon grundlegende Maßnahmen „motivieren“ den Einbrecher aufzugeben. Sichern Sie alle Gefahrenquellen (Haustür, Fenster, Balkon- und Terrassentür) gleich – der Einbrecher findet sicher das schwächste Glied in Ihrer Kette.  Vergessen Sie nicht, die Nebeneingänge (Kellertür, Kellerfenster, Lichtschächte, Garagentür) in Ihre Sicherheitsmaßnahmen einzubeziehen!

Alarmanlage

Die Alarmanlage bildet das Herzstück. Sie schließt Ihre Sicherheitsmaßnahmen ab. Sie ist die Maßnahme, die selbst dann noch greift, wenn alle anderen Sicherheitsmaßnahmen überwunden sind. Eine laut und weit vernehmbare Sirene erhöht die Entdeckungsgefahr erheblich – der Einbrecher wird nun eher die Flucht ergreifen als fortzufahren.  

Die EiMSIG® Funk Alarmanlage

Eine moderne Alarmanlage wie die EiMSIG® Funk Alarmanlage bietet entscheidende Vorteile:

  • Kabellose Installation mit leichtem Werkzeug – leicht nachrüstbar
  • Kinderleichte Einrichtung („Programmierung“). Das EiMSIG® TouchDisplay führt Sie intuitiv und benuzterfreundlich
  • Überwachung von Haustür, Garagentür, Balkon- und Terrassentür, Fenstern uvm.
  •  sichert auch gekippte Fenster

Außerdem unterstützt die EiMSIG® Funk Alarmanlage Maßnahmen zum Anwesenheitsschutz und kontrolliert die Innen- wie Außenbeleuchtung und ggf. die Rollos. Grundsätzlich können alle über die EiMSIG® Funk Steckdose angeschlossenen Endgeräte einbezogen werden. Als Gefahrenmeldeanlage überwacht sie auch alle angeschlossenen Rauchmelder. Die Bedienung der Alarmanlage können Sie auch per Smartphone erledigen – das funktioniert von allen Orten der Welt mit EiMSIG® smarthome.

Quelle:

http://www.nicht-bei-mir.de/einbruchschutz.0.html
http://www.nicht-bei-mir.de/anwesenheitsschutz.0.html
http://www.nicht-bei-mir.de/mecha_einbruchschutz.0.html
http://www.nicht-bei-mir.de/alarmanlagen.0.html

Einbruchsgefahr in Berlin

Einbruchsgefahr
in Berlin rückläufig

Die Hauptstadt Berlin ist ein attraktives Ziel für Einbrecher: große Stadt mit multikultureller Bevölkerung, schwer überschaubare Stadtviertel, gute Infrastruktur und Nähe zur Staatsgrenze ohne Ausweiskontrolle – mit einem guten Auto hat man Deutschland binnen einer Stunde verlassen. Eine schriftliche Anfrage der SPD-Fraktion beantwortete Innensenator Frank Henkel (CDU): obwohl für die gesamte Stadt die Einbruchszahlen rückläufig sind, ist die Zahl der Einbrüche in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau  gestiegen, während sie in Reinickendorf zwar in Summe gefallen ist, aber Einbrüche in Villen und Einfamilienhäuser haben hier zugenommen. In 2013 wurden mit 11.566 Einbrüchen 725 Einbrüche weniger registriert als 2012.

Einbruchsgefahr in Charlottenburg-Wilmersdorf am höchsten

Die höchste Einbruchsgefahr ergibt sich im gut-bürgerlichen Charlottenburg-Wilmersdorf mit einem hohen Anteil an Mietshäusern. Dann folgt Berlin-Mitte, obwohl die Zahl der Einbrüche von 1.695 auf 1.497 gefallen ist. Den stärksten Zuwachs an Einbrüchen verzeichnet Steglitz-Zehlendorf: mit 1.256 Einbrüchen waren das 295 mehr als im Vorjahr.

Gründe für den Rückgang

Als Gründe für den Rückgang führt Innensenator Frank Henkel (CDU) zusätzliche Ermittlergruppen sowie die kostenlose Beratung der Polizei zum Thema Einbruchschutz an. Auch Kerstin Philipp, Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin anerkennt grundsätzlich den Rückgang der Einbruchszahlen als Erfolg, befürchtet allerdings, dieser könne nur von kurzer Dauer sein: "Polizeikräfte werden gebündelt aus einem Bereich abgezogen, dann konzentriert für die Vermeidung und Aufklärung von Einbrüchen eingesetzt und so kann schließlich ein kurzer Erfolg aufgezeigt werden." Darin sieht sie eine „typische Handlungsweise“ des Berliner Senats und zieht einen treffenden Vergleich zu einer zu kleinen Decke: "Wohin ich die Decke auch ziehe, irgendwo fehlt immer ein Stück."

Maßnahmen gegen Einbruchgefahr

Zur dauerhaften Besserung will Kerstin Philipp mehr Polizistinnen und Polizisten auf den Straßen sehen, „um den Kontroll- und Überwachungsdruck deutlich zu erhöhen.“ Diese müsse auch in den Randgebieten der Stadt erfolgen, denn „jede Bürgerin und jeder Bürger dieser Stadt [hat] ein Recht auf Sicherheit und Schutz vor Kriminalität.“ Joschka Langenbrink (SPD) weist auf die Einbruchsgefahr durch organisierte Banden hin, „die eine Einbruchsschneise durch die Stadt schlagen.“

Quelle:

http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article128019455/Der-Atlas-der-Einbrueche.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kriminalitaet-in-berlin-wo-berlin-am-gefaehrlichsten-ist,10809148,16985306.html

http://www.welt.de/regionales/berlin/article108808425/In-diesen-Berliner-Bezirken-ist-es-gefaehrlich.html

Einbruchschutz – das Sicherheitsspiel – nicht bei mir

Sicherheitsspiel
Nicht bei mir

Der vierte Teil unserer Vorstellung der Initiative zum aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir“ beschäftigt sich mit dem informativen und unterhaltsamen Sicherheitsspiel. Das Spiel vertieft und demonstriert Maßnahmen zum Einbruchschutz: von einfachen Verhaltensregeln über mechanische Sicherung zur Alarmanlage.

Das Sicherheitsspiel

Hier erwartet Sie ein freundlicher Sicherheitsberater. Sein Anliegen: Er will Ihnen Sicherungsmaßnahmen für Haus und Wohnung spielerisch nahebringen. Das tut er, indem er Sie zu einem Spiel einlädt. In insgesamt vier Spielrunden arbeiten Sie gegen Einbrecher, die versuchen, in Ihr virtuelles Heim einzudringen. Können Sie die Sicherheitsmaßnahmen schnell genug (per Maus) „installieren“, scheitert der Einbrecher und Sie haben gewonnen.

Einbruchschutz – Runde 1

Hier beseitigen Sie zunächst alle Risikofaktoren ohne den Einsatz von Sicherheitstechnik.  An den roten Punkten erkennen Sie zu lösende Aufgaben. Ziehen Sie Gegenstände mit der Maus an deren vorbestimmten Ort (z.B. Gartenhäuschen) oder klicken Sie auf den roten Punkt.
Einstiegshilfen wegräumen:

  • Die Mülltonne gehört in einen abschließbaren Bereich oder muss zumindest angekettet werden.
  • Die herumstehende Leiter und der kleine Tisch kommen ins Gartenhäuschen.
  • Der Werkzeugkasten muss natürlich auch weg – falls der Einbrecher etwas vergessen hat, könnte er sich hier leicht bedienen!

Risikofaktoren

  • Schließen Sie die gekippte Tür und das gekippte Fenster. So was nennt der Einbrecher „eine günstige Gelegenheit“!
  • Vergessen Sie auch nicht, den überquellenden Briefkasten zu leeren – der zeigt nämlich, dass Sie nicht zuhause sind!

Einbruchschutz – Runde 2

Hier geht es jetzt um das Erstellen der „Basis-Sicherung“ mit sinnvoller Sicherheitstechnik:

  • Türsicherung
  • Fenstersicherung
  • Dachfenstersicherung
  • Gitterrostsicherung

Ziehen Sie die einzelnen Elemente einfach mit der Maus auf die entsprechenden roten Punkte. Sichern Sie zunächst die Bereiche, die auf dem Weg der Einbrecher liegen.

Einbruchschutz – Runde 3

Die Maßnahmen aus Runde 2 werden nur durch weitere Elemente ergänzt und erhöhen so den Sicherheitsstandard. Hierzu zählen:

  • ein Kastenriegelschloss
  • ein Panzerriegelschloss
  • ein Einsteckschloss
  • einbruchhemmende Verglasung
  • ein Vorhängeschloss

Ein Tipp: Sichern Sie zunächst Haustür und alle Fenster!

Einbruchschutz – Runde 4

Die mechanische Sicherung ist nun abgeschlossen. Es fehlt nur noch der krönende Abschluss: eine Alarmanlage. Installieren Sie hierzu (Ziehen Sie die Elemente mit der Maus)

Bei dieser Runde müssen Sie besonders schnell sein – fangen Sie mit der Hauszentrale an und sichern Sie dann die Fenster!

Vier einfach Lektionen

So lernen Sie in vier einfachen und unterhaltsamen Lektionen (den Spielrunden) grundlegende Sicherungskonzepte. Wenn Sie das Spiel beendet haben, verfügen Sie über eine gute Vorstellung von Maßnahmen zum Einbruchschutz.

 

Die Alarmanlage – eine kurze Geschichte

Die Alarmanlage
eine kurze Geschichte

Der Unterschied von „Mein“ und „Dein“ bedurfte auch schon in frühesten Zeiten einiger Erläuterungen – daher finden wir auch das Gebot: „Du sollst nicht stehlen!“ Aber lange bevor an eine Alarmanlage zu denken war, war der Schutz von Hab und Gut die Angelegenheit von Verstecken, persönlicher Sicherung und wachsamen Augen. Das hat sich erst 1853 geändert.

Wachhunde als Alarmanlage

Die Aufgaben der Alarmanlage (Gefahrenmeldeanlage) wurden bereits in der Antike von Wachhunden übernommen. Erste Darstellungen von Kriegshunden finden wir auf babylonischen Reliefs, ihre Verwendung als Wachhund gilt seit ca. 1000 v.d.Z. als sicher. Auch die Römer verwendeten Wachhunde – wir alle kennen die Inschrift: „Cave Canem!“ (Vorsicht Hund). Interessanterweise müssen heutige Kampfhunde zwar selbstsicher sein, aber sie dürfen kein zu hohes Aggressionspotential aufweisen, da sie ansonsten einen Eindringling direkt und ohne zu bellen angreifen. Leider sind sie durch Hundekundige leicht zu überlisten und daher nicht 100% zuverlässig. Doch diese Situation sollte bis ins 19. Jahrhundert anhalten.

Übrigens:

Natürlich sind auch Gänse eine gute natürliche Alarmanlage. Man bedenke jedoch, dass sie in keinem Fall einen Schutz darstellen – bitte, wir essen diese Tiere …

mechanische Alarmanlagen

Anfang des 17. Jahrhunderts wurden erste mechanische Alarmanlagen eingesetzt. Sie verbanden über eine Reihe von Glocken per Draht mit einer Tür bzw. einem Panzerschrank. Karen C. S. Donnelly berichtet von einer Installation einer solchen Anlage in einer amerikanischen Bank. „Ein Draht führte von der Tür des Geldschrankes unter dem Boden zum Heim des Kassieres im Nachbasrhaus.“ Allerdings vermutet sie, eine solche Alarmanlage könne nicht besonders effektiv gewesen sein, Einbrecher den Draht ja lediglich durchschneiden mussten, um das „Alarmsystem“ außer Kraft zu setzen.

die modernen Alarmanlagen

Für die erste moderne Alarmanlage wurden noch weitere Erfindungen benötigt: Batterie, Elektromagnet und das Telegraphensystem. Schon 1839 versuchte William F. Channig in Bosten, Massachusetts, ein Feuermeldesystem mit einem Telegraphensystem zu verbinden. Allerdings wurde im Jahr 1847 New York die erste Stadt mit einem elektrische Feueralarmsystem, da die Bostonier sich mit ihrer Entscheidung einfach zu lange Zeit ließen.

Pastor Augustus Russel Pope meldete 1853 die erste elektro-magnetische Alarmanlage zum Patent an. Im unterschied zu den telegraphischen Feuermeldesystemen erfolgte bei Popes System die Warnung automatisch.

Ein gewisser Edwin Holmes – er gilt als der eigentliche Erfinder – erwarb von Pastor Pope das Patent und es gelang ihm, in den folgenden Jahren das System erfolgreich zu vermarkten. Nach einem Umzug nach New York – des größeren Marktes wegen – baute er dort 1877 das erste Alarmleitsystem auf: er integrierte seine Alarmanlage in das dort bestehende Telegrafienetz und eine zentrale Meldestation überwachte die so angeschlossenen Alarmanlagen. Nun konnte mittels einer Alarmanlage zum ersten Mal Hilfe herbeigeholt werden!

Es sollte noch viele Jahre dauern, bis Alarmanlagen für den Privatbereich erschwinglich wurden. Die ersten Bewegungsmelder gab es in den 1970er Jahren, Funk-Alarmanlagen erschienen in Serie erst etwa 2000.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gefahrenmeldeanlage
http://en.wikipedia.org/wiki/Security_alarm
http://de.wikipedia.org/wiki/Wachhund#Geschichte
Karen C. S. Donnelly (1992),
Domestic security: the Holmes burglar alarm telegraph, 1853–1876

Einbruchschutz – interaktives Haus

Einbruchschutz
interaktives Haus

Im dritten Teil über die Initiative zum aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir“ zeigen wir Ihnen, wie Sie sich leicht einen ersten Überblick über mögliche Risiken und Einbruchsgefahr verschaffen können. Das Interaktive Haus zeigt Ihnen, was die Einbrecher wissen: 80% der Einbrüche in Einfamilienhäuser erfolgen über ungenügend gesicherte Fenster, Balkon- und Terrassentüren – bei Mehrfamilienhäusern ist die Haustür die Schwachstelle. Öffnen Sie die Grafik per Mausklick und erforschen Sie das interaktive Haus! Dabei lernen Sie, wie Einbrecher „arbeiten“.

Vorgehensweise des Einbrechers

Zunächst versucht der Einbrecher festzustellen, ob jemand zuhause ist – also ruft er an – Sie stehen ja schließlich mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse im Telefonbuch. Den Namen erhält er von Ihrem Klingelschild und die Adresse, nun ja: Er steht ja vor Ihrem Haus.

Wenn niemand den Anruf entgegennimmt, wird er als Nächstes klingeln. Im „Interaktiven Haus“ ist eine Video Gegensprechanlage installiert – die Dame des Hauses antwortet und der Spitzbube sucht das Weite. Natürlich schrecken ihn auch erkennbare Sicherheitsmaßnahmen ab – hier ist es die Anwesenheit einer Sicherheitsfirma.

Genauso kann auch ein deutlich sichtbare Sirene einer Alarmanlage wirken. Sie sollte möglichst hoch und nicht erreichbar angebracht sein.

Einbruchsgefahr – Risikofaktoren

Findet der Einbrecher keine Hinweise auf die Anwesenheit der Bewohner, wird er zunächst versuchen:

  • die Haustür mit einem sog. „Kuhfuß“ oder einem Schraubendreher zu öffnen.
  • Leichter geht das oft über die Balkon- oder Terrassentür.

Auch die Steighilfen machen ihm sein übles Werken einfach:

  • Die hochrankende Gartenpflanze nutz er, um auf den Balkon im ersten Stock zu gelangen. Dort befinden sich ja vielleicht völlig ungesicherte Fenster.
  • Auch die herumstehenden Balkonmöbel (Tisch, Stuhl) vereinfachen ihm sein Leben.

Einbruchsgefahr – oft vergessene Risikoquellen

Ist dem Einbrecher über diese Wege kein Einstieg möglich, dann erkundet er Möglichkeiten, die Sie vielleicht nicht bedacht haben:

  • Nebeneingänge wie zum Beispiel eine Hintertür oder eine Kellertür
  • Auch schlecht gesicherte Kellerfenster kann er leicht überwinden. Sie werden wie Lichtschächte häufig übersehen.

Sicherheitspiel

Das „Interaktive Haus“ ist eine gute Vorbereitung auf das „Sicherheitsspiel“. Dort erkunden Sie spielerisch Maßnahmen zum Einbruchschutz.

Einbrecherbanden in Berlin

Einbrecherbanden
in Berlin

Die Berliner Zeitung berichtet über die Arbeit der Berliner Polizei. Einbrecherbanden üben dort ihr übles Handwerk organisiert und professionell aus. Gefährliche Einsätze in Mannschaftstärke, ausgestattet mit Schutzweste und natürlich einem Durchsuchungsbefehl gehören zum Alltag. Dieser Eifer hat betrübliche Gründe: 12.000 Einbrüche waren es im Jahr 2012 – Wohnungseinbrüche sind nun auf dem Radar der Polizei.

Wohnraumeinbruch in Berlin

Seit 2007 ist die Zahl der Einbrüche rasant angestiegen. Damals wurde die Reisefreiheit innerhalb der EU ausgedehnt. Reisende Täter – das ist die eine Tätergruppe – sind für 50% der Taten verantwortlich. Sie arbeiten hochprofessionell und wohl organisiert. Für ein paar Tage oder Wochen sind sie in Berlin. Dort haben sie Kontakte, die sie unterbringen und die die lohnendsten Einbruchsziele schon „ausbaldowert“ haben.

Einbrecherbanden suchen lohnende Ziele

Berlin ist ein lohnendes Ziel für Einbrecherbanden aus aller Welt. Es ist eine große Stadt und die Personalausstattung der Polizei entspricht nicht den Anforderungen. Und die Grenzen zu mehreren Staaten sind schnell erreicht. Deshalb lautet die Strategie: „die Kosten für die Einbrecher erhöhen“. Polizist Henniger: „Es muss stressig für die werden, bei uns. Nur dann lassen sie von uns ab und fahren lieber woanders hin.“

Die Strategie der Einbrecherbanden

In Berlin sind Einbrecherbanden häufig „Familienbetriebe“. Weibliche Familienangehörige im Alter von 14 bis 20 Jahren kommen nach Berlin. Dort gehen sie Straße nach Straße ab, manchen schaffen acht Einbrüche in einer Stunde. Die Werkzeuge: schlichte Schraubenzieher oder auch Plastikkarten. Damit können sie nicht abgeschlossene Türen problemlos öffnen. Die Beute besteht aus Bargeld oder Schmuck – „Kleinteilige Sachen, die sich am Körper verstecken lassen.“ (Henninger). Regelmäßig übergeben sie das Gestohlene an ihre Kontakte, die es dann versilbern. Der Polizei gelang es, die Diebinnen nach Polen zu verfolgen, festzunehmen und Beute zu beschlagnahmen. Das Resultat spricht für sich: vorerst meiden diese Banden Berlin. Vorerst.

Observation und Telefonüberwachung

Der Bezirk Berlin Mitte wies früher die höchste Anzahl an Wohnungseinbrüchen auf. Seit drei Jahren arbeitet man hier mit Observationsteams und Telefonüberwachung. Das Resultat: mehr Verhaftungen und weniger Einbrüche. Das Erfolgsmodell soll nun auf ganz Berlin ausgedehnt werden. Henninger: „Wir haben es mit qualifizierter Bandenkriminalität zu tun und müssen unsere Polizeiarbeit darauf einstellen.“

Einbruchsgefahr – nicht bei mir

Einbruchsgefahr
Nicht bei mir

Im zweiten Teil unserer Vorstellung der Initiative „Nicht bei mir“ zum aktiven Einbruchschutz befassen wir uns mit deren Informationen zum Erkennen der Einbruchsgefahr. Erst wenn wir wissen, wer die hauptsächlichen Täter sind, wie sie arbeiten und welche Einbruchsziele sie bevorzugen, können wir all dem vorbeugend begegnen.

Tätertyp

Wie schon im ersten Teil erwähnt, ist es nicht der hochprofessionelle Berufseinbrecher, mit dem wir uns hier befassen müssen. Für uns sind Gelegenheitstäter und Beschaffungskriminelle wichtig – sie verüben den Großteil der Einbrüche.

Arbeitsweise

Dieser Gelegenheitseinbrecher verübt seine Tat schnell – das mindert das Entdeckungsrisiko – und mit einfachsten Hilfsmitteln – beliebt ist hier der Schraubendreher („Schraubenzieher“). Damit bricht er in Sekundenschnelle Tür oder Fenster auf und räumt ab, was sich leicht „versilbern“ lässt. Die gesamte Tat dauert nur wenige Minuten.

Einbruchsgefahr

Als Gelegenheitstäter schätzt er natürlich Gelegenheiten – hier ist die Einbruchsgefahr besonders hoch:

  • Offene Fenster
    Lassen Sie keine Fenster offen stehen – auch nicht in den oberen Stockwerken. Das ist eine grobfahrlässige Einladung an die Bösewichte.
  • Gekippte Fenster – Balkon- und Terrassen­türen
    Durch ein gekipptes Fenster kann der Einbrecher ggf. den Griff der Balkontür erreichen. Ansonsten lässt es sich sehr einfach aushebeln. (So können Sie gekippte Fenster sichern)
  • Einstiegshilfen
    Mülltonnen, herumstehende Fahrräder, nahe Bäume nutzt der Einbrecher, um etwaig nicht gesicherte Fenster oder Balkontüren zu erreichen. Ketten Sie die Mülltonne an oder verbringen Sie diese wie auch das Fahrrad in eine abgeschlossene Garage. Bäume müssen so gestutzt werden, dass sie nicht länger als Einstiegshilfe dienen können
  • Türen
    Türen müssen beim Verlassen der Wohnung zweimal abgeschlossen werden und sollten außerdem mit VdS geprüften Sicherheitsschlössern versehen sein.
  • Nebeneingänge, Kellerfenster und Lichtschächte
    Hier wird häufig irrtümlich auf eine Sicherung verzichtet – überprüfen Sie diese möglichen Einstiege und holen sie ggf. deren Sicherung nach!

Tatsächlich kann durch den Einsatz VdS geprüfter Sicherheitstechnik der Aufwand für den Gelegenheitstäter so erhöht werden, dass er lieber aufgibt und sich „leichteren“ Objekten zuwendet. Die PKS (Polizeiliche Kriminalstatistik) zeigt: vier von zehn Einbrüchen scheitern an Sicherheitstechnik und werden abgebrochen.

Quelle:

http://www.nicht-bei-mir.de

VdS – Vertrauen durch Sicherheit

VdS
Vertrauen durch Sicherheit

Für viele Produkte aus der Alarm- und Sicherheitstechnik ist eine Prüfung oder Zertifizierung durch VdS im Erfolgsfall die „adelnde“ – manchmal eine notwendige – Auszeichnung. Die Polizei selbst empfiehlt im Allgemeinen  den Einsatz „VdS-zertifizierter Sicherheitstechnik“. Die VdS Schadensverhütung GmbH ist ein Unternehmen der Deutschen Versicherungswirtschaft. VdS beruft sich auf „eine mehr als hundertjährige Tradition im Kerngeschäftsfeld Brandschutz.“

Die Tradition

Schon 1908 wurde die „Sprinklerüberwachungsstelle“ ins Leben gerufen. Das Ziel: aktive Schadensverhütung, Beherrschung von Risiken und somit deren Versicherbarkeit. Dies führte zu einem starken Anstieg in den Verkaufszahlen der Sprinkleranlagen. Trotz des ersten Weltkrieges gewann die Überwachungsstelle stetig an Bedeutung und gewisse Überprüfungen wurden zur Pflicht. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Arbeit 1947 wieder aufgenommen und 1948 wurde die Prüfstelle in den Verband der Sachversicherer eingegliedert. Es folgte ein fortlaufender konsequenter Aufbau der VdS-Abteilungen für Brandschutz und Einbruchdiebstahl. Die Vereinigung dreier Versicherungsverbände (Verband der Sachversicherer e.V., HUK-Verband und Deutscher Transportversicherungsverband) 1995 als Verband der Schadensversicherung (VDS) war nur eine erste Stufe. Ihr folgte im Jahr 1996 der Zusammenschluss mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) und 1997 die Überführung der technischen Abteilung in die VdS Schadenverhütung GmbH. „VdS“ wurde als eingetragene Marke übernommen.

Das VdS-Zertifikat

Das VdS-Zertifikat ist heiß begehrt. Es steht bei Verbrauchern, Serviceanbietern und Herstellern in gleich hohem Ansehen, sagt es doch: hier hat ein unabhängiges Institut in eigenen Laboratorien auf Herz und Nieren geprüft. VdS versichert, die institutseigenen Anforderungen übertreffen solche nach DIN oder ISO.

Dieses Zertifikat erhalten nach bestandener Prüfung beispielsweise Alarmanlagen, Rauchmelder und/oder deren Bestandteile. Für Viele ist das VdS-Zertifikat ein unerlässliches Qualitätsmerkmal. Manche Versicherungen gewähren Beitragsrabatte, andere  machen eine VdS-Zertifizierung zur Voraussetzung zu einem Vertragsabschluss.

Information und Wissensvermittlung

Gewonnene Erfahrungen und Informationen gibt VdS in zahlreichen Schulungsveranstaltung im Themenbereich Sicherheit und Brandschutz weiter. Das Ziel ist das Setzen nachhaltiger Standards durch Aus- und Weiterbildung Betroffener aus den entsprechenden Branchen. Hierzu dient auch ein ausführliches Angebot an Veröffentlichungen, auch in englischer Sprache.

Mit “Nicht bei mir!” gegen Einbrecher

Nicht bei mir!
Tipps und Infos

nicht-bei-mir.de ist eine weitere ausgezeichnete Initiative der Polizei zum aktiven Einbruchschutz. Die Initiative unternimmt eine herstellerneutrale Aufklärungskampagne und fasst die Kompetenz einschlägiger Organisationen, Verbände und der Polizei zusammen. Das Ziel: die Entwicklung neuer „Lösungen zur Verbesserung des Einbruchschutzes“. Lesen Sie dort über …

Einbrecher: Vorurteile und Mythen

Manche von uns vernachlässigen den Einbruchschutz aus Unwissenheit. Oder weil wir unsere „Fachinformationen“ aus Fernsehserien beziehen:

  • Willige Einbrecher überwinden jede Technik!
    Falsch. Was im Fernsehen leicht aussieht – wie z.B. das „Lock-Picking“ (Öffnen eines Schlosses mit Spezialbesteck) – muss in unserer Wirklichkeit hart erlernt werden. Der durchschnittliche Einbrecher jedoch ist Gelegenheitstäter und in aller Regel nur mit einem Schraubendreher bewaffnet. Häufig handelt es sich um Beschaffungstäter (Drogenabhängige) mit einem Ziel: schnell hinein, schnelle Beute, schnell weg. Diesen Tätertyp – und nicht den Spezialisten – gilt es abzuwehren. Wenn Sie ihm die ersten fünf Minuten vermiesen, zieht er erfahrungsgemäß weiter. Nutzen Sie dazu VdS geprüfte Sicherheitstechnik.
  • Einbrecher kommen nur nachts!
    Falsch. Viele Einbrecher kommen zwischen 6 und 21 Uhr. Da sind Sie nicht zuhause und die Entdeckungsgefahr ist wesentlich geringer. Durch Anrufe oder Klingeln stellen die Täter sicher, dass Sie nicht zuhause sind.
  • Bei mir ist nichts zu holen!
    Falsch. Erstens weiß dieser Typ Bösewicht häufig vorher nicht, was in Ihrer Wohnung ist. Und Zweitens will er mit seiner Beute nicht auf Weltreise gehen, sondern sich seinen nächsten Fix kaufen. Dazu reichen Fernseher,  PC oder Musikanlage.

Statistische Informationen

Die PKS (Polizeiliche Kriminalstatistik) gibt für 2012 die Zahl der Einbrüche mit knapp 145.000 an. Das läuft auf einen Einbruch in zwei Minuten hinaus. Eingebrochen wird tatsächlich überall: Mietwohnungen, Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser, Einfamilienhäuser. Entscheidend ist auch hier wieder, dem Einbrecher die ersten fünf Minuten so schwer wie möglich zu machen. Zwei von fünf Einbrüchen scheitern an Sicherheitstechnik.

Psychische Folgen

Materielle Schäden sind ersetzbar. Was bleibt sind die psychischen Folgen: die Verletzung der Privatsphäre und das verloren gegangene Sicherheitsgefühl. So klagen die Betroffenen über Angstzustände, Schlafstörungen (Alpträume), Magen- u. Darmbeschwerden und Trauer über den erlittenen Verlust.

Kooperation Haus und Grund

Die Initiative „Nicht bei mir“ arbeitet aktiv mit der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund zusammen. Hier kann kostenlos ein Sicherheitsexperte zu einem Vortragsabend eingeladen werden. Die Veranstaltung findet vor Ort statt – das Informationsmaterial wird gleich mitgeliefert.

Quelle:

http://www.nicht-bei-mir.de

Stiftung Warentest – eine deutsche Verbraucherorganisation

Stiftung Warentest
www.test.de

Wir alle kennen die Stiftung Warentest (www.test.de). Als deutsche Verbraucherorganisation führt sie seit 1964 unabhängige Tests von Waren und Dienstleistungen durch. Ihr Gütesiegel ist heißbegehrt – insofern es gut ausfällt – und für viele Verbraucher ein entscheidender Faktor beim Kauf von Produkten. Das erste Testheft erschien 1966. (Lesen Sie auch: Stiftung Warentest zum Einbruchschutz)

Ziele und Wirkung der Stiftung Warentest

Die Wirkung der Stiftung Warentest erstreckt sich im Wesentlichen auf zwei Gebiete: der Anspruch objektiver Überprüfung und vergleichbarer Tests führt infolge ihrer hohen Reputation und Glaubwürdigkeit bei positivem Urteil zu starken Verkaufssteigerung getesteter Produkte und Dienstleistungen. Negative Urteile hingegen haben häufig einen Einbruch des Verkaufs und gelegentlich rechtliche Maßnahmen betroffener Unternehmen gegen die Stiftung Warentest zur Folge.

Das zweite Wirkungsgebiet ist Verbreitung von Informationen, Tipps und Ratschlägen zum sparsamen Haushalten und zum Führen eines gesundheitlich verantwortungsvollen und umweltbewussten Lebensstils.

Anfänge der Stiftung Warentest

Bereits von Konrad Adenauer angekündigt wurde die Stiftung Warentest unter Ludwig Erhardt als selbständige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Ihre Aufgabe: Vergleich und Bewertung von Produkten anhand objektivierbarer Merkmale sowie Verbraucherinformationen zu wirtschaftlicher Haushaltsführung und gesundheits- wie umweltbewusstem Verhalten. Um ihre Unabhängigkeit zu garantieren, wird die Stiftung Warentest seit ihrer Gründung mit Steuergeldern gefördert.

Das erste test-Heft (210.000 Exemplare) veröffentlichte die Stiftung Warentest 1966; 1968 veröffentlichte die Stiftung zum ersten Mal Qualitätsurteile von „sehr gut“ bis „nicht zufriedenstellend“. Seit 1999 werden „Noten“ entsprechend dem deutschen Schulnotensystem vergeben, also „sehr gut“ bis „mangelhaft“. Ebenso wird eine entsprechende komma-genau Note in Ziffern (z.B. „1,6“ ~ „gut“) vergeben. Nach einem starken Rückgang der Verkaufszahlen in 1967 wurde der Verkauf eingestellt, und die Zeitschrift nur noch über Abonnement vertrieben. Durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit – Testergebnisse und Kurzberichte dürfen kostenlos veröffentlicht werden – kehrt das test-Heft wieder in den Handel zurück.

Vorgehensweise bei Tests

Die Stiftung Warentest führt die Untersuchungen von Waren und Dienstleistungen nicht selbst durch. Geplante Tests werden gemäß der Satzung vom Kuratorium und Vertretern von Verbrauchern, Wirtschaft und neutralen Experten beraten und anschließend an internationale, neutrale Institute vergeben. Die Ergebnisse dieser Tests werden anschließend intern überprüft und ausgewertet, den entsprechenden Anbietern vorab zur Überprüfung und Stellungnahme zur Verfügung gestellt und anschließend von Redakteuren journalistisch aufgearbeitet, so dass die Leser die gewonnenen Ergebnisse leicht aufnehmen und verstehen können. Dieser journalistische Prozess wird von „Verifizieren“ überwacht, um eine Übereinstimmung von Testresultaten und Testbericht gewährleistet ist. Die für die Tests notwendigen Produkte werden nicht von den Herstellern bereitgestellt, sondern anonym im Handel erworben.

Finanzierung der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest finanziert sich weitgehend selbst durch den Verkauf der eigenen Zeitschriften „test“ und  „Finanztest“ sowie eigener Bücher und Spezialausgaben. Zusätzlich stellt sie auf der eigenen Internetpräsenz www.test.de ausführliche Testberichte für einen Beitrag zwischen € 0,75 und € 5,- zum Download bereit. Vom Ministerium für Verbraucherschutz wird sie mit € 3,5 Million jährlich unterstützt. Dies ermöglicht der Stiftung, ihre Publikationen ohne jedwede Werbung zu veröffentlichen und ihre Unabhängigkeit zu wahren.

Die Stiftung Warentest verlangt seit 2013 für die Nutzung des test-Logos mit Urteil erhebliche Gebühren (siehe: http://www.ral-logolizenz.com/vertragsbedingungen.html). Dies führt nach Ansicht von Kritikern zu einer Wettbewerbsverzerrung, da kleinere Unternehmen Jahresgebühren von € 7.000 aufwärts nicht aufbringen können und somit die extrem kauffördernde Wirkung eines berechtigten positiven Urteils der Stiftung Warentest nicht nutzen können.
Die Erträge werden für 2012 mit € 45,1 Millionen angegeben.

Quellen: