Logo Facebook Logo Twitter Logo Xing Logo YouTube Logo VdS Logo RSS

Winterzeit ist Einbruchszeit – Was Sie jetzt wissen müssen und wie Sie sich schützen

Trotz wachsender Ermittlungsbemühungen der Polizei sind von 2009 auf 2013 die Fälle von Wohnungseinbruch-Diebstahl in Deutschland um 30 Prozent gestiegen. Waren es 2009 rund 114.000 Fälle, stieg die Zahl bis 2013 kontinuierlich auf knapp 150.000 bekannte Fälle von Einbruchsdiebstahl in Privatwohnungen und Häuser. Damit ist die Zahl der Einbrüche so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.

In der Dunkelheit schlagen Einbrecher am liebsten zu; im Winter haben die Verbrecher Hochsaison. Gemäß Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen wurde in Analysen herausgefunden, dass im Winter besonders viele professionelle Einbrecher aktiv sind, die sich in Banden organisieren. Privater Schutz des Eigentums und verstärkte Polizei-Präsenz zeigen in Kombination beste Wirkung.

Der psychische Schaden von Einbrüchen ist meist gravierender

Viel schwerer als der wirtschaftliche Schaden wiegt für Einbruchsopfer aber die psychische Unsicherheit nach einem Einbruch. Zu wissen, dass ein Fremder in die vermeintlich sichere Privatsphäre eingedrungen ist, raubt Betroffenen den Schlaf und lässt Opfer unter Angstzuständen leiden.

So arbeiten Einbrecher

Die Landespolizei (Nordrhein-Westfalen – Polizeipräsidium Köln) hat analysiert, wie die meisten Einbrecher vorgehen, um sich Zutritt zu Wohnungen und Häusern über Fenster, Balkon- und Terrassentüren zu verschaffen:

  • Meistverwendete Einbruchstechnik: Aufhebeln von Türen oder Fenstern
  • Platz 2: Öffnen gekippter Fenster oder Türen
  • Platz 3: Glas einschlagen, durchgreifen und entriegeln
  • Platz 4: Aufhebeln der Bandseite
  • Platz 5: Offene Fenster und Türen
  • Platz 6: Glas einschlagen und durchsteigen
  • Platz 7: Aufbrechen mit körperlicher Gewalt
  • Platz 8: Rahmen durchbohren
  • Platz 9: Glas schneiden

Wie denken die Kriminellen?

30 Einbrecher im Interview Der Kriminologe Prof. Dr. Thomas Feltes hat an der Universität Bochum untersucht, wie Einbrecher vorgehen. In seiner Studie wurden knapp 30 Intensivtäter im Gefängnis befragt. Im Mittelpunkt steht für die Kriminellen dabei, “schnell reinzukommen”. Wenn der Einbruch nicht innerhalb von zwei bis fünf Minuten lautlos klappt, gehen sie von Haus zu Haus. Die Einbrecher haben es laut Feltes vor allem auf Bargeld abgesehen, denn das muss nicht wie Schmuck oder andere Wertgegenstände erst bei Hehlern mit Verlust umgetauscht werden.

Wovor haben Einbrecher den meisten Respekt?

Die Wissenschaftler fanden in ihren Befragungen heraus, dass Einbrecher besonders viel Respekt und die meiste Angst vor aufmerksamen Nachbarn haben. Wenn Kriminelle bei der Planung Ihrer Tat das Gefühl haben, dass ein Objekt beobachtet wird, etwa durch wachsame Nachbarn, nehmen sie Abstand vom Objekt.

Erfolgreiche Schadensabwehr

In vier von zehn Fällen scheitern Einbruchsversuche mittlerweile bereits an vorhandenen Alarmanlagen oder Riegeln. „Das zeigt, wie wichtig die Sicherung der eigenen vier Wände ist“, so das NRW-Innenministerium.

Sicherheits-Checkliste für den Winter: So schützen Sie sich vor Einbrechern

  1. Beleuchten Sie Außenbereiche bei Dunkelheit, zum Beispiel durch Lampen mit Bewegungsmeldern.
  2. Signalisieren Sie Anwesenheit: Ziehen Sie Rollläden tagsüber hoch, nachts herunter.
  3. Schließen Sie Türen immer ab – nur Zuziehen ist nicht sicher.
  4. Investieren Sie in Sicherheitstechnik, wie Verriegelungen für Ihre Fenster und Türen.
  5. Verwenden Sie VdS-zertifizierte Alarmanlagen. Vermeiden Sie allzu große Sichtbarkeit der Sensoren (Sabotageschutz).
  6. Sorgen Sie bei Abwesenheit vor. Lassen Sie Ihren Briefkasten leeren, steuern Sie Licht und Rollläden durch entsprechende Software.
  7. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn und bitten Sie um ein wachsames Auge. Die meisten Täter sondieren ihr Ziel erst aus und machen sich dabei verdächtig.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Beratung zur Sicherung Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses benötigen.

Über Zeljko Crepulja

Neueste Nachrichten

  • Angriff auf Flüchtlingsprojekt in Frankfurt
    Veröffentlicht am 10. Dezember 2016 um 14:51

    Das Café einer Frankfurter Flüchtlings-Unterstützergruppe ist verwüstet worden. Die Täter hinterließen offenbar ein Schreiben mit Drohungen gegen das Projekt. […]

  • Aktuelles von Eintracht Frankfurt & Darmstadt 98
    Veröffentlicht am 10. Dezember 2016 um 13:44

    +++ Berndroth stellt um: Niemeyer als Innenverteidiger +++ Lob für Rebic +++ Kovac: Klare rote Karte für Abraham +++ Angeberwissen zu #SCFD98 +++ Oczipka: "Finde die rote Karte überzogen" +++ Eintracht-Remis gegen Hoffenheim +++ Eintracht mit Seferovic +++ […]

EiMSIG MENÜ