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Zahl der Einbrüche steigt – Täter gehen immer organisierter vor

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in den letzten fünf Jahren immens gestiegen. Zehntausende Bürger sind Opfer eines Wohnungseinbruchs geworden. Rund 490 Millionen Euro haben deutsche Versicherungsunternehmer laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft alleine im vergangenen Jahr gezahlt, um die materiellen Schäden der Einbrüche zu begleichen. Doch die seelischen Folgen eines Einbruchs wiegen viel schwerer. Der geschützte, eigene Lebensraum wurde angegriffen und für viele sogar zerstört. Viele Einbruchsopfer leiden noch Jahre an den Folgen.

Veraltete Sicherheitstechnik erleichtert Einbrüche

Die an den Fenstern und Türen verbaute Sicherheitstechnik ist oft völlig rückständig. Sogar bei Neubauten wird häufig an der falschen Stelle gespart, obwohl verlässliche Sicherheitstechnik schon längst bezahlbar geworden ist. Herkömmliche Fenster haben Einbrecher in wenigen Sekunden aufgehebelt. Während in Einfamilienhäusern die Fenster die Schwachstelle sind, sind es in Mehrfamilienhäusern die Wohnungstüren. Häufig kümmern sich die Einwohner erst dann um neue Sicherheitstechnik oder den Einbau einer Alarmanlage, wenn sie Opfer eines Einbruchs geworden sind. Dabei gibt es viele gute finanzielle Anreize, den Wohnraum mit neuer Sicherheitstechnik auszustatten, wie beispielsweise durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Anspruch auf Förderung bekommen hier sowohl Mieter, als auch Eigentümer – für Gitter, Alarmanlagen, sichere Schlösser und vieles mehr. Man sollte diese Angebote annehmen und aufrüsten, bevor etwas passiert.

Gelegenheitsdiebe und organisierte Banden

Häufig passieren Einbrüche, ohne dass die Täter das Haus lange auskundschaften. Denn Gelegenheit macht Diebe: Ein gekipptes Fenster oder eine Gartenleiter, über die er auf den Balkon und durch die Balkontür in die Wohnung eindringen kann zum Beispiel. Zu diesen Gelegenheitsdieben kommen die organisierten Einbrecherbanden. Diese Täter sind nicht mehr einfach strukturiert, sondern gehen organisiert vor. Sie kundschaften vorher aus, ob es sich lohnt, in ein Haus einzubrechen, wie hoch das Risiko ist und wann die beste Zeit für einen Einbruch ist. Indem sie Tagesablauf und Verhalten der Bewohner auskundschaften, sichern sie einen erfolgreichen Einbruch und minimieren das Entdeckungsrisiko.

Neue und alte Maschen der Täter: Plastikstreifen und Gaunerzinken

Die Polizei in Mainz und Essen warnt vermehrt vor Gaunerzinken und Plastikstreifen an den Türen. Einbrecherbanden, die ihre Objekte vorher ausspionieren, lassen an den Hauswänden mitunter Zeichen zurück, die signalisieren, ob sich ein Einbruch in das Haus lohnen kann, was darin zu finden ist und ob es gegebenenfalls Schutzvorrichtungen oder einen Hund gibt.
Vermehrt wurden nach Einbrüchen auch Plastikstreifen sichergestellt, die zwischen Tür und Rahmen oder direkt auf dem Schloss angebracht wurden. So können Einbrecher sehen, ob in den letzten Tagen jemand zuhause war oder ob die Bewohner länger verreist sind. Die Polizei empfiehlt, die Wohnung benutzt und bewohnt aussehen zu lassen, auch wenn man mal nicht zuhause ist: Bestenfalls sollte Nachbar oder Freund täglich einmal vorbei kommen, den Briefkasten leeren, die Wohnung betreten und das Licht betätigen.

Checkliste: So lassen sich Einbrüche vermeiden

• Türen immer abschließen: Einfaches Zuziehen reicht nicht aus!
• Fenster immer schließen: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
• In Sicherungstechnik investieren, wie beispielsweise spezielle Türschlösser oder zertifizierte und geprüfte Alarmanlagen
• Lampen mit Bewegungsmeldern im Außenbereich installieren
• Anwesenheit signalisieren – auch in Abwesenheit. Mit Hilfe von Zeitschaltuhren lassen sich Licht und Rollläden steuern
• Keine Ersatzschlüssel draußen verstecken – diese Verstecke kennen alle Diebe
• Keine Abwesenheitsankündigungen in sozialen Netzwerken und auf dem Anrufbeantworter
• Kletterhilfen wie Leitern, Gartenstühle und Mülltonnen aus dem Außenbereich entfernen
• Briefkästen von den Nachbarn leeren lassen

Besser vorsehen, als das Nachsehen haben : Wenn Sie Ihr Heim mit einer zertifizierten und geprüften Alarmanlage schützen möchten, stehen wir Ihnen gerne mit Rat zur Seite.

Über Corinna Klee

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